Positiv ist, dass der Regierungsrat eine Krise erstmals zugesteht und sich in seiner Stellungnahme zur Interpellation der SP-Fraktion auch ausführlich dazu äussert.

In seiner Antwort wärmt er dann aber inhaltlich einzig sowieso bestehende oder festgelegte Investitionen auf, ohne eigentlich auf die Frage nach spezifischen Massnahmen im Hinblick auf die drohende Rezession einzugehen.

Natürlich ist die Krise global und Zug keine abgeschlossene Volkswirtschaft. Die Auswirkungen der Finanzkrise sind aber auch im Kanton Zug ganz real und für die Betroffenen konkret spürbar. Was also gedenkt der Kanton kurz- und mittelfristig für Menschen zu tun, die derzeit Kurzarbeit leisten?

Wie sollen die Folgen der Krise für Einkommensschwache, gerade auch Familien mit mehreren Kindern gemildert werden? Hierzu wären konkretere Analysen zur Erhöhung von Krankenkassenprämienverbilligungen, Ergänzungsleistungen oder auch sozialem Wohnungsbau zu erwarten.
Ausserdem ist es jetzt mehr denn je zentral, dass neben Erwerbslosen auch Menschen mit wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt und Personen, die Kurzarbeit leisten, mehr Zugang zu nachhaltigen Bildungsmassnahmen haben.
So begegnen sie unsicheren Erwerbsbedingungen und arbeitsmarktlichen Krisen in Zukunft gestärkter.

Es fehlt auch eine zuständige Stelle oder ein Kompetenzzentrum für Jugendarbeitslosigkeit. Dies wäre eine ganz entscheidende Investition in die Zukunft und den beruflichen Werdegang der Betroffenen, die schliesslich wieder uns allen zu Gute kommt.

Wir würden es also sehr begrüssen, wenn der Regierungsrat in Sachen Rezessionsbekämpfung erneut über die Bücher gehen könnte.

Vielen Dank