Interpellation von Esther Haas & Andreas Lustenberger, Kantonsratsfraktion Alternative – Die Grünen

Während dem Umbau der Kantonsstrasse Lorzental, welche ab 2017 geplant ist und – je nach Bauvariante zwischen drei und sieben Jahre dauern wird, kommt es für die einige Gemeinden zu erheblichen Mehrbelastungen.
 

Viele Bewohnerinnen und Bewohner des Ägeritals benützen diese Strasse für ihre tägliche Arbeit, die Schule oder Freizeit und Durchgangsverkehr. Während der Sperrung oder Teilsperrung werden die Gemeinden Neuheim, Baar (Allenwinden) und Menzingen mit erheblichem Mehrverkehr rechnen müssen. Heute zählt man in Allenwinden durchschnittlich 2‘000 Fahrzeugbewegungen durch das Dorf, während der mehrjährigen Bauzeit sollen es bis zu 16‘000 sein. Die Sicherheit und Lebensqualität würde in diesen betroffenen Gebieten stark beeinflusst.
 
Deshalb braucht es alternative Lösungen während der mehrjährigen Bauphase.
 
Unseres Erachtens würde beispielsweise ein Gratisangebot des Öffentlichen Verkehrs während der Bauzeit eine wesentliche Verringerung des motorisierten Individualverkehrs bringen.
 
1. Wie viel Prozent des Öffentlichen Verkehrs im Kanton Zug, werden bereits heute durch die öffentliche Hand getragen? Wie hoch sind die Kosten? 
 
2. Wie hoch wären die Kosten für die Einrichtung eines Gratisangebots für den Öffentlichen Verkehr ins Ägerital und aus dem Ägerital? 
 
3. Wäre der Regierungsrat bereit, diese Kosten dem Kanton zu übertragen und so einer extremen Belastung der betroffenen Gemeinden entgegen zu wirken? 
 
4. Ist der Regierungsrat bereit, für die mehrjährige Bauphase alternative Lösungen zu präsentieren statt den Verkehr einfach umzuleiten? 
 
 
Esther Haas & Andreas Lustenberger,
Kantonsratsfraktion Alternative – Die Grünen