Interpellation von Hanni Schriber zur Einhaltung von Raumplanungsvorschriften, insbesondere Bauen ohne Baubewilligung und zur Umsetzung der Baupolizei

Aus verschiedenen Medien war zu vernehmen, dass im Kanton Zug immer wieder Bauherrschaften ohne Baubewilligung respektive Bauanzeige bauen. Verschiedene Neubauten sowie auch Um- und Ausbauten und Anlagen wurden also illegal erstellt. In besonderem Mass betrifft dies auch Bauten ausserhalb der Bauzone (Landwirtschaftszone, Landschaftsschutzzone oder Weilerzone). Immer wieder werden ohne Baubewilligung Bauten ausserhalb der Bauzone erstellt, welche dort häufig gar nicht bewilligungsfähig sind. 
 
Es erstaunt, dass vor allem vermehrt „nicht bewilligungsfähige Bauvorhaben“ in Erscheinung treten. Wir werten dies im baufreudigen Kanton Zug als keinen Zufall. Wir stellen uns vor, dass in Zukunft die baupolizeiliche Aufsicht und der damit im Zusammenhang stehende Entscheid über das Bauprojekt von den Baubewilligungsbehörden (den Gemeinden) getrennt werden und so dem illegalen Bauen ein Riegel geschoben werden kann.  
 
In diesem Zusammenhang stellt die Alternative Grüne Fraktion folgende Fragen an den Regierungsrat:  
 
1. Wie sichert der Regierungsrat im Rahmen seiner Kompetenzen die Einhaltung von Vorschriften und Gesetzen bezüglich Bauen wie rechtskonforme Baubewilligung und Einhaltung von Orts- und Richtplanvorgaben? 
 
2. Hat er diesbezüglich bereits Massnahmen angeordnet oder Kontrollen durchgeführt? Oder sieht er welche z.B. in Landschaftsschutzgebieten, im Wald, an Gewässern, usw. vor? 
 
3. Sieht der Regierungsrat eine Möglichkeit die Zuständigkeit zur Erteilung von Baubewilligungen von derjenigen der (gemeindlichen) Baupolizei zu trennen? 
 
4. Was hält der Regierungsrat von der Möglichkeit das Baubewilligungs- und Baupolizeiverfahren übergemeindlich zu regeln? (Zum Beispiel der Kanton Bern regelt es mit den Regierungsstatthalter-Ämtern.)  
 
 
Vielen Dank für die Beantwortung. 
Hanni Schriber-Neiger, Kantonsrätin Alternative Grüne Fraktion, Risch