Die Vorlage zur Motion Funkstrategie für Notorganisation, die kürzlich geführte Debatte dazu im Kantonsrat, die Situation bzgl. POLYCOM im Kanton Schwyz (vgl. Interpellationsantwort der Schwyzer Regierung vom 11.3.2014) werfen einige Fragen auf.
 
Weil einerseits das Risiko besteht, dass der Kanton Zug bereits Fehlinvestitionen getätigt hat resp. noch tätigen wird, und weil andererseits die grosse Verzögerung bei der Realisierung von POLYCOM die Chance bietet, bedeutende Fehlinvestition doch noch zu verhindern, bitten wir um dringliche mündliche Beantwortung.
 
1. Wie sieht der aktuelle Phasenplan für die Realisierung von POLYCOM Zug bis zu dessen vollständiger Realisierung aus? An welchem Punkt steht die Realisierung heute?
 
2. Welches sind die Gründe für die massive Verzögerung bis zur Fertigstellung des POLYCOM-Netzes?
 
3. Welche Investitionen in welchem Wert hat die Regierung bisher zur Realisierung von POLYCOM ausgelöst? Sind alle Ausgaben für POLYCOM im Rahmen des vom Parlament verabschiedeten Kredites abgewickelt worden?
 
4. In der Kantonsratsdebatte ist bestätigt worden, dass der Kanton Zug eine Übergangslösung zur Sicherstellung des Funkverkehrs mit den umliegenden POLYCOM Kantonen erstellt hat. Wie sieht diese Übergangslösung genau aus? Wie hoch sind die Investitionen dafür gewesen? Wie hoch wären die Investitionen, um eine umfassende Übergangslösung zu realisieren? Umfassend in dem Sinn, dass die Funkkommunikation mit den relevanten Organisationen der umliegenden Kantone gewährleistet ist. Wie hoch wären die Betriebskosten einer solchen Übergangslösung im Vergleich zu den voraussichtlichen Betriebskosten des voll ausgebauten POLYCOM Systems?
 
5. Bekanntlich soll POLYCOM mit 11 Antennenstandorten realisiert werden. Wie viele neue Antennen müssen dafür gebaut werden? Wie ist der Stand dieses Ausbaus?
 
6. Gemäss einem ausführlichen Artikel vom Januar 2014 in der Kundenzeitschrift des POLYCOM Lieferanten Atos wird ein LTE-basiertes POLYCOM System – also ein Breitband Datenfunk System für die Blaulichtorganisationen – voraussichtlich 2018 serienreif sein. Ist geprüft worden, ob eine Übergangslösung bis 2018, die frühzeitige Pilotierung eines Nachfolgesystems im Kanton Zug und die Ablösung des bestehenden ASTROS Systems durch die neue 4G-Generation ökonomisch und funktional sinnvoll wäre?
 
 
Martin Stuber, Alternative – die Grünen
Philip C. Brunner, SVP
Florian Weber, FDP.Die Liberalen

Beilagen:
 
 >> Interpellationsantwort Schwyzer Regierung vom 11.3.2014

 >> Artikel Kundenzeitschrift des POLYCOM