Sehr geehrte Frau Kantonsratspräsidentin
Geschätzte Mitglieder der Regierung
Werte Kolleginnen und Kollegen

 

Liest man den Bericht der Regierung, scheint alles klar geregelt und in Stein gemeisselt, was die gesetzlichen Vorgaben betreffen.

Unter dem Deckmantel eines Mitwirkungsverfahren, hat der Gemeinderat und die Baudirektion die Bevölkerung eingeladen, um deren Bedürfnisse im Zythus zu eruieren. Der Gemeinderat und die Verantwortlichen der Baudirektion hätten besser eine Informationsveranstaltung gemacht mit den klaren, verbindlichen Aussagen des Richtplans! Was wie nach einer Partizipation mit der Bevölkerung ausgesehen hat, war in Wirklichkeit ein «Schnelldurchlauf» mit Bündeln von Plänen, die bereits mögliche Modelle visualisiert hatten. Die Zeitvorgabe von 10 Minuten pro Modell mit Plänen, reichte bei weitem nicht um eine gute, sachliche Diskussion darüber zu führen. Es war schon eine Herausforderung für die Leute sich mit solchen Plänen zu beschäftigen und unter diesem Zeitdruck wuchs auch die Frustration. Den Eindruck, dass man nur noch das Abnicken aus der Bevölkerung abholen wollte, liess sich nicht mehr schönreden.

Das Gefühl nicht ernst genommen zu werden und damals noch der Spardruck mit der Vermutung, dass der Kanton dieses Grundstück zur Sanierung der Staatskasse gut verkaufen will, löste die ganze Blockade aus! Das Wachstum der letzten Jahre in der Gemeinde hatten zur Folge, dass alle Schulhäuser in den letzten Jahren erweitert werden mussten. Das ist jeweils mit hohen Kosten verbunden. Dies gilt es ebenfalls in die Planungen miteinzubeziehen.

Die Vorgaben aus dem Richtplan, wie sie im Bericht der Regierung dargelegt werden, hätten als wichtige Information gedient und das damit verbundene Bewilligungsverfahren ebenfalls. Die Aufklärung wäre in diesem Fall wichtiger gewesen, als nach den Wünschen der Bevölkerung zu fragen, um sie im Nachhinein zu enttäuschen. Diese Situation zeigt, wie das Vertrauen in die Politik verloren geht und keine Bereitschaft besteht, um nach Kompromissen zu suchen.

Ich bin gespannt, welche Vorschläge die Gemeinde und der Kanton der Bevölkerung unterbreiten werden, vermutlich nach der Ortsplanrevision.

Ich wünsche mir von den Verantwortlichen der Gemeinde und des Kantons, dass sie transparenter und verständlicher informieren und dass das Vertrauen der Bevölkerung in die politischen Behörden wieder etwas mehr guten Boden gewinnt!

 

Rita Hofer
Hünenberg
Kantonsrätin ALG

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