Interpellation zu Hitzewelle und Trockenheit: Wie reagiert der Kanton Zug? – Alternative – die Grünen Zug
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Interpellation zu Hitzewelle und Trockenheit: Wie reagiert der Kanton Zug?

In der Schweiz wurden 2015 die höchsten Jahresmitteltemperaturen seit Messbeginn 1864 verzeichnet. In diesem Jahr werden diese Höchstwerte wohl wieder übertroffen werden. Die andauernde Hitzewelle und die damit verbundene Trockenheit macht weiten Teilen der Bevölkerung, aber auch Flora und Fauna extrem zu schaffen. Gerade für die Landwirtschaft wird diese Trockenheit zu einem existenziellen Risiko. Die Versorgung der Bevölkerung mit lokalen Produkten scheint aktuell und in Zukunft gefährdet. Auch die Tierwelt wird durch diese Temperaturen und den ausfallenden Niederschlag arg in Mittleidenschaft gezogen, zum Beispiel die Fische aufgrund der warmen Wassertemperaturen und den tiefen Pegelständen. Die Alternativen – die Grünen haben sich schon verschiedentlich dafür stark gemacht, dass es verstärkt Massnahmen braucht, um mit den Folgen des Klimawandels umgehen zu können. Gleichzeitig ist es auch essentiell, dass sich Bevölkerung und Politik ihrer Verantwortung bewusst sind und sich aktiv gegen die Ausweitung des Klimawandels einsetzen.  Die Alternative – die Grüne Fraktion stellt dem Regierungsrat in diesem Zusammenhang folgende Fragen:

  1. Wo sieht der Regierungsrat die Gründe für diese enorme Hitzewelle und Trockenheit?
  2. In verschiedenen Medien äusserste sich der Schweizerische Bauernverbandspräsident Markus Ritter sehr besorgt über die enorme Trockenheit.
    1. Steht die Zuger Regierung mit den Zugern Bauern diesbezüglich im Kontakt?
    2. Wie unterstützt die Zuger Regierung die Zuger Bauern diesbezüglich?
  3. Gemäss Medienberichten vom 25. Juli[1] übersteigen aktuell die Ozonwerte die Messgrenzen markant.
    1. Wie sehen die Messwerte der Ozon-Belastung mit Blick auf die Grenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung am Standort Zug während des aktuellen Sommers (Messwerte Juni-August) sowie im Vergleich zu den letzten 10 Jahren aus?
    2. Die Ozon-Belastung ist schädlich für Mensch, Tier und Umwelt.[2] Was unternimmt die Regierung dagegen? (Prävention, akute Schutzmassnahmen etc.?)
  4. Gemäss der Forschung wird es aufgrund des Klimawandels in unseren Breitengraden verstärkt zu solchen Trockenphasen kommen. Gleichzeitig werden kurzfristige Starkniederschläge zunehmen. Beides wird uns in der Zukunft vor grosse Herausforderungen stellen.[3]
    1. Welche Massnahmen plant der Regierungsrat bezüglich der zunehmenden Trockenphasen kurzfristig, aber auch mittel- und langfristig, um sich diesen Verhältnissen anzupassen?
    2. Welche Massnahmen plant der Regierungsrat bezüglich der zunehmenden Starkniederschlags-Ereignisse?
  5. In der Wissenschaft gibt es keine Zweifel, dass der Klimawandel stark vom Menschen beeinflusst wird.[4] Auch die Schweiz hat 2015 an der Klimakonferenz teilgenommen und das Pariser Abkommen wurde in der Zwischenzeit vom nationalen Parlament ratifiziert.
    1. Was für konkrete Handlungsfelder sieht der Regierungsrat um diese nationalen Ziele zu erreichen?
    2. Was läuft im Kanton Zug bereits gut, wo sieht er Optimierungsbedarf und wo gibt es neue Handlungsfelder?
  6. Der menschengemachte Klimawandel wird sowohl in der Adaption wie der Anpassung an die veränderten Klimabedingungen gemäss verschiedensten Studien zu unausweichlichen Kosten führen. Hat der Regierungsrat eine Vorstellung, was für volkswirtschaftliche Kosten hier auf den Kanton Zug zukommen werden? Wenn ja, wie hoch sind diese?

Für die Beantwortung der gestellten Fragen bedanken wir uns.

[1] https://www.zentralplus.ch/de/news/aktuell/5573820/Ozonbelastung-in-Zug-Fast-t%C3%A4gliche-Grenz%C3%BCberschreitungen.htm bzw. https://www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/zug/ozonbelastung-ubersteigt-grenzwert-ld.1040307

[2] https://www.zg.ch/behoerden/baudirektion/amt-fuer-umweltschutz/luft/emissionen-und-luftzustand/ozon-o3

[3] https://naturwissenschaften.ch/organisations/proclim/ipcc/reports_for_switzerland/81637-brennpunkt-klima-schweiz

[4] https://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC-AR5_SYR_barrierefrei.pdf

2018-08-03T20:38:11+00:00 03.08.2018|Votum, Vorstoss, Publikation|