Ein am 24. Januar 2010 in der „SonntagsZeitung“ publizierter Artikel zeigt auf, dass mehr Menschen aus Zug in andere Kantone wegziehen als zuziehen. Laut Bundesamt für Statistik (BFS) verzeichnete Zug 2008 mit 1000 Personen den grössten Binnenwanderungsverlust: Kein Kanton hatte relativ zur Grösse so viele Wegzüge. Im 2009 verschärfte sich die Situation gar.  Ein Hauptgrund dafür ist die Tiefssteuerpolitik, welche Wohnen und Leben in Zug für immer mehr Menschen unbezahlbar macht, was selbst der Ex-Chef der Zuger Kantonalbank kritisiert.
 
Die Alternative Grüne Fraktion will von der Regierung mehr Informationen darüber, welche Personen mit welchem Einkommen und Vermögen nach Zug kommen und welche gehen. 
 
Denn die AlternativGrünen halten Menschen aus anderen Ländern und Kantonen für eine Bereicherung. Auch ist z.B. das Gesundheitswesen auf Fachpersonen aus anderen Kantonen und Ländern angewiesen. Jedoch befürchten wir, dass Zug zunehmend ein Ort für Reiche wird und Normal- und Wenigverdienende verdrängt.

  1. Welches sind die genauen Zahlen für den Kanton sowie jede einzelne Gemeinde im 2008 und 2009 bezüglich Binnenwanderung (Wegzüge in andere Kantone, Zuzüge aus anderen Kantonen).
  2. Wie sieht die internationale Wanderungsbilanz für 2008 und 2009 aus? Die Regierung soll offen legen, aus welchen Ländern der stärkste Zuzug zu verzeichnen ist (mehr als 100 Personen pro Nation).
  3. Wie ist die Entwicklung bei den ZuzügerInnen und Wegziehenden bezüglich deren steuerbarem Einkommen und Vermögen in den letzten 10 Jahren?
    Und zwar aufgegliedert in Reineinkommen bis 50’000 / 100’000 / 150’000 / 200’000 und darüber sowie in steuerbares Vermögen: 50’000 / 100’000 / 250’000 / 1 Mio. und darüber.
  4. Wie beurteilt die Regierung die Tatsache, dass ZugerInnen seit Jahren eine bedeutende, wenn nicht die grösste Anzahl an Zuziehenden bei Nachbarkantonen ausmachen?