Das Grüne Forum bedauert ausserordentlich, dass die Buslinie 44 vom Kanton aufgehoben wird und zwar ohne die Versuchsphase abzuwarten. Wie wir den Medienberichten entnehmen konnten, war auch der Gemeinderat der Meinung, der Versuch müsse mindestens zu Ende geführt werden.

Das Grüne Forum befürchtet nun, dass als Konsequenz der Aufhebung vermehrt der Eltern-Transport (sogenanntes „Mama-Taxi“) zum Einsatz kommen wird und zwar besonders in der Winterzeit, vom Seegebiet Richtung Dorf und umgekehrt, speziell da Primarschüler/innen vom Dorf im Seegebiet die Schule besuchen.
Ein grosser Verlust wird die Streichung der Buslinie 44 für die Quartiere Sonnhalde und St. Wolfgangstrasse inkl. Alterszentrum Lindenpark sein. Diese werden wieder komplett vom ÖV abgetrennt sein.
Zur Aufhebung des Versuchsbetriebes und zu deren Folgen stellen wir folgende Fragen an den GR:

  • Über welches konkrete Zahlenmaterial verfügte der Gemeinderat, um die Situation betreffend Fahrgastfrequenz zu beurteilen?  War eine quantitative Steigerung seit Versuchsbeginn ersichtlich? Gab es Unterschiede zwischen Sommer und Winter? War die Frequenz abhängig von den Schulzeiten?
  • Ist der Gemeinderat auch der Meinung, dass das Fehlen des Buslinie Nr. 44 im Winter besonders gravierend ist für die Schüler/innen, die den Schulweg von Hünenberg See ins Schulhaus Ehret machen müssen und für die Schüler/innen vom Dorf ins Schulhaus Eichmatt?
  • Ist der GR auch der Meinung, dass ein gemeindeeigener Bus zu den Schulzeiten ein Beitrag zur Verkehrsentlastung und Verkehrserziehung und zur Gewöhnung an den ÖV leisten könnte?
  • Ist der GR bereit, einen solchen Bus ab Mitte Dezember 2015 bis in Frühling einzuführen und bei guter Benützung in den kommenden Wintern einen entsprechenden Betrieb sicher zu stellen?
  • Ist der Gemeinderat bestrebt eine Linienführung der Busse 41 und 51 durch das Gebiet Sonnhalde und St. Wolfgangstrasse prüfen zu lassen? Was wären mögliche Szenarien?

Für die Beantwortung der Fragen bedanken wir uns vom Grünen Forum.
Mit freundlichen Grüssen
Rita Hofer