Zuger Komitee „Ja zum Mindestlohn“

Der Gewerkschaftsbund Zug freut sich über ein breites Zugerkomitee. Mit dabei sind neben den GBZ Gewerkschaften Unia, VPOD und SEV, auch die SP, die Alternative – die Grünen, die Jungen Alternativen, die Juso und die CSP. Gemeinsam sagen wir Ja zur Mindestlohn Initiative und laden die Zuger Bevölkerung am Dienstag 8. April  zu einem kontradiktorischen Podium ein.
 
Auch im Kanton Zug sind gemäss Interpellationsbeantwortung des Regierungsrates vom 24. September 2013 Menschen auf Sozialhilfe angewiesen, obwohl sie einer 100% Erwerbstätigkeit nachgehen. Schweizweit betrifft dies rund 330’000 Menschen, sogenannte Working Poor. Rund 120‘000 Menschen davon verdienen trotz abgeschlossener Lehre und Vollzeitstelle weniger als 4000 Franken im Monat.
 
Bezeichnend ist auch, dass Frauen rund drei Mal häufiger von Tiefstlöhnen betroffen sind als Männer. Rund 220‘000 Frauen würden dank einem Mindestlohn eine längst fällige Lohnerhöhung erhalten. Der Mindestlohn ist somit ein hoch wirksames Mittel für mehr Lohngleichstellung, zumindest am unteren Ende der Lohnskala.
 
Ebenso wirksam und zuverlässig schützt der Mindestlohn vor Lohndumping. Wenn Löhne unter 4000 Franken illegal sind, können Schweizer Arbeitgeber nicht mehr ungestraft ausländische Arbeitskräfte zu Dumpinglöhnen ausbeuten. Gleichermassen schützen Mindestlöhne Unternehmen, die schon heute faire Löhne bezahlen, vor Billigkonkurrenz und Lohndruck.
 
Schliesslich tragen Mindestlöhne zu einer gesunden Volkswirtschaft bei. Sie entlasten die Steuerzahlenden, die Lohndumping bisher via Sozialhilfe subventionieren müssen und stärken die AHV. Und sie kurbeln den Wirtschaftskreislauf an, indem sie die Kaufkraft von mehreren hunderttausend Tieflohnbezügerinnen und Tieflohnbezüger erhöhen. 
 
Kontakt:Andreas Lustenberger,
Vorstand Gewerkschaftsbund Zug