Schon wieder ist es um, das Vereinsjahr und somit auch unser erstes Jahr mit dem noch „frischen“ weiblichen Co-Präsidium. Die Aufgabenteilung läuft allmählich ohne grosse Absprache, die Strukturen werden klarer und Jolanda hat sich an die Präsidiums-Mailflut gewöhnt. Wir konnten im vergangenen Jahr ganz viele, kleine und grosse, Erfolge feiern. Beispielsweise die Aufnahme unserer jüngsten Ortspartei, Hünenberg! Kaum in die kantonale Partei integriert, nominieren sie bereits ihre KandidatInnen und präsentieren sich mit einem gelungenen Auftritt in der Zeitung. Die haben viel Zug drauf, diese HünenbergerInnen, wir haben es bemerkt.
Im vergangenen Jahr konnten wir einen grossen Abstimmungserfolg feiern, wir werden nun endlich mit einem gerechten Kantonsrats-Wahlsystem wählen können. Unser Einsatz bis vor Bundesgericht hat sich sehr gelohnt! Die Bevölkerung bestätigte uns mit einem JA-Anteil von 80 Prozent, das konnten wir fast nicht glauben. So wichtig dieser Erfolg für uns ist, umso grösser war die Enttäuschung nach der Majorz-Abstimmung. Wir wählen die Exekutive nun nach Majorz. Das liegt uns nicht wirklich, aber wir machen das Beste draus. Wir werden es auch finanziell wohl leider spüren.
Auch wenn wir bei den nationalen Abstimmungen wie die 1:12-Initiative oder der Wehrpflichtabstimmung nicht viel zu lachen hatten, sind wir kommunal sehr gut aufgestellt. Sei es in Risch mit dem Novartis-Projekt, in Baar mit dem Golfplatz oder in Zug mit dem Schüler-Buspass und der Volksinitiative Hertischulhaus: Wir sind präsent. Und denken voraus. Und feiern so ab und zu einen Grosserfolg!
Besonders danken möchten wir allen Mitgliedern, die sich aktiv einbringen. Sei es, indem sie helfen beim Unterschriftensammeln, Einpacken von Versänden, Flyer verteilen, Kochen und Servieren, Fotografieren und Organisieren usw. Ganz toll ist es immer wieder, viele der Mitglieder und SympatisantInnen an der Monatsbar zu sehen und gemeinsam Themen zu
Jahresbericht 2013 – Alternative – die Grünen Zug 2
besprechen. So macht Politik Spass, so sind auch wir immer wieder motiviert, einiges an (Frei-)Zeit in diese Arbeit zu investieren.
Und nun bekommt ihr einen Einblick in verschiedene Gebiete, in denen Alternativ-Grüne aktiv sind und mitarbeiten. Wir wünschen genügend Zeit für diese Rückblende. Vergesst dann nicht, euch die Jahresberichte der jeweiligen Ortsparteien zu besorgen, die sind jeweils auch sehr interessant.
Barbara Beck- Iselin, Jolanda Spiess-Hegglin
Co-Präsidium Alternative – die Grünen Zug

Bericht aus dem Sekretariat
Eines ist gewiss, die Arbeit im Sekretariat unserer Partei ist nie langweilig. Die politischen Geschäfte ändern sich mit jedem Tag, mit jedem Monat. So saugt man wie ein Schwamm alle Informationen aus der Partei oder aus der Presse auf, wenn auch nicht im Detail so doch wenigstens im Grundsatz. Mit der Schwemme an E-Mails kämpfen alle in unserer digitalisierten Welt. Und doch, jedes einzelne Mail erfordert eine gewisse Aufmerksamkeit; könnte es doch eine nicht unerhebliche Information oder Hinweis enthalten.
Daneben gilt es die alltäglichen Arbeiten zu erledigen, wie Rechnungen bezahlen, einfordern von Beiträgen und deren Verbuchungen, zahlreiche Organisationsaufgaben und natürlich die Pflege unserer Mitgliederdaten.
Zu Beginn der Ferienzeit -die ideale Zeit zum Aufarbeiten von angestauter Arbeit- setzte ein Mittelfussbruch meiner Arbeit im Sekretariat ein jähes Ende. Ich war für längere Zeit nicht arbeitsfähig. Dank tatkräftiger Unterstützung von Barbara und Andreas konnten die wesentlichsten Sekretariatsarbeiten doch erledigt werden.
Nach meiner Rückkehr war es dann soweit. Die neue Software für die Vereinsverwaltung, genannt „Webling“, wurde installiert. Davon profitieren auch unsere Ortsparteien. Sie sind nun in der Lage, ihre Mitgliederdaten über dieses einheitliche System zu verwalten. Geschickt angewendet und genutzt, vereinfacht diese Webtechnologie den Mailversand und die Mitgliederverwaltung erheblich.
Das Jahr 2013 ging für mich so schnell vorbei wie keines zuvor. Die Zeit fehlte an allen Ecken und Enden.
Aber alle vergangene Zeit hinterlässt sowas wie ein luftleerer Raum, der wie ein Vakuum sich immer wieder mit Zeit auffüllt. Zeit ist überschüssig vorhanden. Sie fliesst immer nach. Zeit gibt es immer. Ist dies nicht eine tröstliche aber auch sehr nützliche Erkenntnis?
Helene Kretz
Zusatz: Die Website wird regelmässig von Jonas Feldmann aktualisiert und gewartet.
Es gibt noch Alternativen Rot-Wein (Zweigelt 2010, Bio) zu kaufen. Wer möchte beim nächsten Fest anstossen oder welchen verschenken??

Jahresbericht der Jungen Alternative Zug
Nationale Themen prägten das Vereinsjahr der Jungen Alternativen Zug. So en-gagierten wir uns für diverse Initiativen und Referenden. Am 13. August 2013 führten wir eine Aktion im Zusammenhang mit der eidgenössischen Volksinitia-tive „Ja zur Aufhebung der Wehrpflicht“ durch. Mit selbst gebastelten Schildern, Panzern und Transparenten liefen wir an diesem sonnigen Dienstagnachmittag unter Trommelklängen der Zuger Seepromenade entlang. Dieser Aktion, die wir gemeinsam mit der JUSO Zug organisierten, schloss sich eine beachtliche Anzahl von (jungen) Gegnern der Wehrplicht an. Mit Slogans wie „Nicht alle haben Zeit Krieg zu spielen“ machten wir auf unser Anliegen aufmerksam. Unser Marsch gegen die Wehrplicht vom 13. August 2013 (Quelle: www.gsoa.ch)
Im Herbst verabschiedete das Parlament das Gripen-Fonds-Gesetz, welches den Kauf von 22 neuen Kampfflugzeugen regelt. Gegen diesen Entscheid ergriffen bekanntlich verschiedene Gruppierungen das Referendum. Auch Mitglieder der Jungen Alternative Zug sammelten fleissig Unterschriften. Dabei trotzten wir der bissigen Novemberkälte und überzeugten viele Personen, das Referendum zu unterstützen. Mit Erfolg: Ende Januar 2014 wurde es mit rund 100‘000 Unter-schriften eingereicht.
Eine weitere Initiative, die uns im Herbst 2013 auf Trab hielt, war die Volksinitiative „1:12: Für gerechte Löhne“. Zu diesem Thema fand am 4. November 2013 im Burgbachsaal in Zug eine Podiumsdiskus-sion statt. Für diese Veranstaltung konnten die Nationalräte Cédric Wermuth (SP) und Thomas Aeschi (SVP) gewonnen werden, wobei Wermuth die Pro- und Aeschi die Contra Seite vertrat. Unter dem Publikum befanden sich auffallend viele Junge. Weiter verteilten wir nicht nur in der Stadt Zug, sondern auch in anderen Ge-meinden Flyer, die für ein Ja zur Initiative warben.
Mitglieder der Jungen Alternativen Zug nahmen ebenfalls am nationalen Clean-up Day teil. Am 21. September 2013 reinigten Mitarbeiter des Werkhofes der Stadt Zug, die Schweizer Umwelt- und Abfalltaucher sowie Jungpolitiker aus verschiedenen Parteien die Zuger Seepromenade und den Zugersee. Die Gegen-stände, welche sie einsammelten (darunter ein mit Wandermuscheln überzoge-nes Fahrrad) wurden anschliessend in einer grossen Mulde unterhalb des Regie-rungsgebäudes „ausgestellt“.
Im letzten Jahr engagierten wir uns jedoch nicht nur für Initiativen und Referenden, sondern führten auch erstmalig ein Som-merfest zusammen mit unserer „Partner-partei“, der JUSO Zug durch. Dieses Fest, welches wir am 24. August 2013 in Rot-kreuz abhielten, bleibt uns in guter Erinne-rung.
Jahresbericht 2013 – Alternative – die Grünen Zug 4
2013 war ein verhältnismässig ruhiges Jahr. Im laufenden Jahr 2014 steht auch für uns der kantonale Wahlsonntag im Fokus. Auch unser Initiativprojekt für be-zahlbaren Wohnraum werden wir vorantreiben. Für dieses Jahr planen wir den Beginn der Sammelphase.
Andreas Kretz, Präsident Junge Alternative

Bericht aus dem Regierungsrat
Wir schauen auf das erste Betriebsjahr der neuen Kindes- und Erwachsenen-schutzbehörde sowie des neuen Amtes zurück. Trotz Budgetkürzungen und eini-gen politischen Intermezzi kann das erste Jahr als erfolgreich bezeichnet wer-den. Neben den vielen Aufgaben, die das neue Bundesrecht für die Behörde vorgesehen hat, erreichte die Behörde ausserordentlich viele Gefährdungsmel-dungen. Schön ist, dass die Anzahl der privaten Mandatsträgerinnen und -träger entgegen vielen Unkenrufen sogar leicht gesteigert werden konnte.
Der Bundesgerichtsentscheid in den Sommerferien bezüglich verfassungswidrige Kantonsratswahlen im Kanton Zug hat mich enorm gefreut. Die Beschwerden der Alternativen-die Grünen, der SP und anderen hat sich gelohnt. Und schluss-endlich haben über 80% des Zuger Stimmvolkes unsere jahrelangen Bemühun-gen für ein gerechtes Wahlsystem bei den Kantonsratswahlen honoriert und mir als zuständige Regierungsrätin einmal mehr Vertrauen geschenkt: Ein grosser Erfolg, der auch Auswirkungen auf die Wahlvorschriften in den anderen Kanto-nen haben wird.
Der Asylbereich ist ruhig seit der Umstrukturierung, die ich zu Beginn meiner Regierungsratstätigkeit vorgenommen habe. Ende 2013 war die Direktion des Innern für 884 Asylsuchende verantwortlich und verfügte über 51 Unterkünften im Kanton Zug. Das VBS teilte der Direktion des Innern mit, dass es die Truppenunterkunft auf dem Gubel ab Frühling 2015 dem BfM für eine Bundesunterkunft für Asylsuchende zur Verfügung stellen werde. Die Vorbe-reitungen, damit rund 120 Asylsuchende untergebracht werden können laufen. Als nächstes werde ich mit dem Gesamtgemeinderat von Menzingen und weiteren Per-sonen die Bundesunterkunft in Bremgarten besuchen.
Die Direktion des Innern ist an der Einführung neuer Koordinatenwerte. Die heute noch benutzten Koordina-ten der Landesvermessung von 1903 weisen zwischen Genf und dem Unteren-gadin Differenzen von zwei bis drei Metern auf. Dank satellitengestützten Mess-methoden wie GPS konnte die Landesvermessung verbessert werden. Das wird bedeutende Änderungen für die Vermessungs- und Baufachleute und für alle Personen haben, die hohe Ansprüche an die Genauigkeit ihrer Geodaten stellen.
Jahresbericht 2013 – Alternative – die Grünen Zug 5
Wir kämpfen manchmal auch gegen Windmühlen. Wer ist nun schneller, die un-zähligen Bagger die den Kanton Zug dem Erdboden gleich machen oder meine Direktion, welche die vor Geschichte strotzenden alten Häuser ins Inventar auf-nimmt oder unter Schutz stellt. Die Antwort ist klar. Das Amt für Archäologie und Denkmalpflege ist stark gefordert. Ins Museum gehen dann aber doch die meisten gerne und schauen sich die Funde an: das mittelalterliche Schwert Excalibur, das Grab in der Klostermatt, das mehr als 2000 Jahre alt ist oder die wunderschöne pittoreske Altstadt, die alle so wunderschön finden.
Dies ist ein kleiner Ausschnitt aus meiner täglichen Arbeit. Auch nach mehr als sieben Jahren im Regierungsrat vertrete ich als einzige Linke und als einzige Frau die Anliegen unserer Wählerinnen und Wähler gerne im Regierungsrat.
Manuela Weichelt-Picard
Regierungsrätin und Vorsteherin der Direktion des Innern

Bericht aus dem Kantonsrat
Mehr Transparenz, Wahlfairness und mehr Zug für alle
2013 war intensiv für die Alternativ-Grüne Fraktion. Wir erreichten viel, teils nach jahrelangem Einsatz: z.B. faire Kantonsratswahlen, mehr Transparenz in Politik und Verwaltung sowie guten Mittelschulen. Wir konnten wichtige Themen setzen wie bei der frag-würdigen Steuer-, Spar- und Wachstumspolitik oder beim Rohstoffhandel.
Es war knapp, aber Zug hat die Masseneinwande-rungsinitiative verworfen. Auch weil wir von der ALG seit Jahren die negativen Folgen des enthemmten Zuger Wachstums aufzeigen und im Gegensatz zur SVP glaubwürdig Lösungen vorantreiben für den Schutz der Landschaft, für zahlbares Wohnen, für sichere und faire Arbeitsplätze sowie für eine massvolle nachhaltige Wirtschaft. Dies tat die Fraktion im 2013 bei zahlreichen Vorlagen zu Steuern, Richtplanung, Landschaftsschutz, öffentlicher Verkehr, Wachstum, Lex Koller. Zugs Bevölkerung weiss, dass die SVP nur Pole-mik bietet und gerade in Zug mit ihrer Wachstums- und Deregulierungspolitik die Probleme verschärft. Ein Wachstumspolitik, die trotz schöner gemässigter Worte auch Regierung, FDP und CVP vorantreiben. Die Folge: Abwanderung ganzer sozialer Schichten, hohe Wohn- und Lebenskosten für die Bleibenden, Mehrverkehr, Zubetonierung von Grünflächen, Identitätsverlust. Die Ankündi-gung von Finanzdirektor Hegglin die Unternehmenssteuern im Rahmen der U3 (5 Milliarden Steuerverluste) bald weiter zu senken, zeigt das fehlende Problem-bewusstsein für den ruinösen Steuerwettbewerb.
In der Stadt Zug führte die bürgerliche Finanzmisswirtschaft zu Sparpaketen bei Familien, Schulen, Kultur. Dies um die jahrelangen Steuersenkungen für die Reichen zu kompensieren: in den letzten Jahren 50 Mio. Steuereinnahmen jähr-lich weniger: 25 Mio. durch den GGR, 25 Mio. durch den KR verursacht. Die AGF warnte auch im 2013 vor dem Ausverkauf der Heimat und fordert eine Wirt-schafts- und Steuerpolitik zum Wohle aller Zugerinnen und Zuger.
Jahresbericht 2013 – Alternative – die Grünen Zug 6
Mehr Transparenz: Die AGF fordert seit 20 Jahren Schluss mit der Geheimnis-krämerei in der Politik. Gegen die FDP und Teile der CVP (so auch CVP-Stadt-ratskandidat Urs Raschle) konnten wir nun mit dem neuen Öffentlichkeitsge-setz endlich durchsetzen, dass Dokumente der Verwaltung und Politik für alle BürgerInnen zugänglich sind. Das verhindert Filz und schafft Vertrauen in Ent-scheide und Handeln von Behörden und gewählten PolitikerInnen. Der nächste Schritt wäre nun die volle Transparenz bei Wahl-, Abstimmungs- und Parteifi-nanzierung.
Faire Wahlen: Mit über 80% unterstützt das Volk (gegen SVP, CVP, FDP) das von unserer Regierungsrätin Manuela Weichelt vorgeschlagene neue Zuger Kantonsratswahlverfahren. Bis heute waren je nach Grösse der Gemeinde bis zu 33 Prozent der abgegebenen Wahlstimmen wertlos. Das Volk stoppte den Stimmenraub und sorgt dafür, dass das Prinzip „1 Person = 1 Stimme“ besser zur Geltung kommt.
Leider hat sich – trotz vehementem Widerstand im Rat und bei der Volksabstim-mung – im dritten Anlauf der Majorz für Exekutiven durchgesetzt – so drohen Zug wieder Verhältnisse wie vor 1885 als der grösste Block alle Sitze machte und selbst grosse Minderheiten vom Regieren ausgeschlossen wurden.
Genug Zeit verloren – vorwärts mit 4 Mittelschulstandorten: Der Kantons-rat legte 2013 für die Mittelschulen im Richtplan vier Standorte. Als einzige Frak-tion setzte sich die AGF bereits im Sommer 2012 im Kantonsrat für die heutigen Lösung ein: Ja zu Cham Röhrliberg, Ja zu Menzingen, Kanti am Lüssiweg in Zug und FMS an der Hofstrasse. Beim der „Hofstrasse“ hält die AGF an der ursprüng-lich geplanten Fach- und Wirtschaftsmittelschule unter einem Dach fest. Die De-batte ist im 2014. So werden Synergien genutzt und Pensen- wie Schülerschwan-kungen besser aufgefangen.
12% tiefere Renten: Die Pension für die zahlreichen Angestellten wie Lehr-personen, Werkhofmitarbeitende oder Hebammen wurde gegen unseren Wider-stand um 12 Prozent gekürzt. Stossend ist, dass die Unterdeckung der Kasse von den Arbeitgebern nie ausfinanziert wurde und die Versicherten seither mit höheren Beiträgen und massiven Leistungskürzungen (PK-Revision 2008) hun-derte von Millionen selber einschossen. Alle Anträge der AGF für geringere Ren-teneinbussen wurden von GLP, SVP, CVP und FDP abgelehnt.
Zugs IT im Visier: Neue IT-Projekte sind komplex. Manuela Weichelt hat das ISVO-Projekt Einwohnerkontrolle rechtzeitig gestoppt, Regierung und Gemein-den übernahmen gemeinsam die Verantwortung. Es ist richtig, dass nun eine kantonale IT-Kommission überprüft, ob Zugs IT-Strategie und das AIO (Finanz-direktion) interdisziplinäre und/oder kantonsübergreifende Projekte effektiv be-gleitet kann und ob Zug in die IT-Skandale beim Bund involviert ist.
Dreckige Energie: Die AGF forderte, ab 2030 ist auf Heizöl „extra leicht“ sowie Erdgas zu verzichten. Umwelt (hoher Co2-Austoss) und Wirtschaft wie Haus-halte (hohe Kosten) hätten von der Abkehr von fossilen Energieträgern profi-tiert. Leider lehnte der Rat ab.
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Lorzenebene: Im Rahmen der Richtplandebatte gelang es, mit unserem 20-jährigen Anliegen, die Verlängerung der General-Guisanstrasse aus dem Richt-plan zu streichen, die die Grünfläche im wichtigen Naherholungsraum zwischen Riedmatt und Herti zu schützen.
Bürgerrechte eingeschränkt: Ohne strafrechtliche Verurteilung kann die Poli-zei künftig die Bewegungsfreiheit von BürgerInnen mit Rayonverboten ein-schränken und sie in die Hooligan-Datenbank eintragen. Eine unschuldige Per-son muss selber beweisen, dass sie unschuldig ist. Diese und andere Massnah-men des Hooligan-Konkordats sind unverhältnismässig, da sie auf alle BürgerIn-nen und Fans zielen statt auf StraftäterInnen. Die AGF versteht sich als liberale Bürgerrechtspartei und wehrte sich dagegen. Auch im Rahmen des neuen Bau-gesetzes will der Kantonsrat die Rechte der BürgerInnen einschränken. Neu sollen alle Baueinsprachen mit Gebühren belegt werden. Gerade angesichts von Wachstum und reger Bautätigkeit sowie mit dem Bekanntwerden von illegalem Bauten (Risch!), ist diese Recht wichtig. Den Bürgerlichen geht es darum, ohne Widerstand von der ansässigen Bevölkerung zu bauen. Wir bereiten das Refe-rendum vor …
Geld stinkt doch: Der Bundesrat zeigte auf: Im Rohstoffhandel gibts Menschen-rechtsverletzungen, organisierte Kriminalität, Korruption, Umweltschädigung und Steuerumgehung. Misstände, auf die wir Alternativen – die Grünen seit Jahren hinweisen. Viele Zugerinnen und Zuger interessiert es, wie in Zug ansässige Fir-men ihre Profite machen, woher unsere Steuereinnahmen kommen. Immerhin die VD äusserte sich im Rat kritischer als auch schon. Die ALG werden die Sensi-bilisierungsarbeit fortsetzen.
Scheinzuger: Im Rahmen der Lex-Koller-Debatte setzte sich die AGF dafür ein, dass auch in Zug ausländische Personen nur Grundstücke bei uns erwerben können, wenn sie hier wohnen. Die Volkswirtschaftsdirektion geht mit diesem Gesetz lasch um, attestiert Steuerflüchtlingen wie Vekselberg ohne vertiefte Prüfung den Lebensmittelpunkt in Zug. Die DI hat Beschwerde gegen den VD-Entscheid eingelegt. Kam zwar nicht durch – aber das Gericht rügte die VD für mangelnde Abklärungen und liess fadenscheinige Erklärungen des russischen Oligarchen zu, wieso er hier wohne. Dieser wird mit Pauschalbesteuerung be-lohnt und strebt sogar die Staatsbürgerschaft an …
Asyl – alles im Griff: Die einen sind willkommen, obwohl nicht hier – die an-deren sind hier aber nicht willkommen. Mit mehreren Vorstössen wollte die SVP, aber auch CVP und FDP, das Asylthema in Zug bewirtschaften, lief aber kom-plett auf. Wieso? In Zug gibt es kaum Probleme – dank dem Einsatz der Ge-meinden und der Direktion des Innern. Sogar bürgerliche Mitglieder der Begleit-gruppe im umstrittenen Waldheim in der Stadt bestätigten, dass der Betrieb „problemlos“ gewesen sei.
Schlechte Bahnlösung Walchwil: Die AGF setzte sich für eine optimale Lö-sung beim Bahnausbaus zwischen Zug und Goldau ein. Die nun festgelegte Doppelspur mitten im Dorf Walchwil ist zu teuer, führt zu 1 ½-jährigem Stre-ckenunterbruch und belastet beim Bau die WalchwilerInnen. Für den Regional-verkehr gibts keinen Zusatznutzen: ein Halbstundentakt der S2 zwischen Zug und Goldau kommt nicht. Die Sperre dieser NEAT-Zulaufstrecke am Tage der
Jahresbericht 2013 – Alternative – die Grünen Zug 8
Eröffnung des Gotthard Basistunnels ist ein Schildbürgerstreich. Die Ausweich-stelle Murpfli, kombiniert mit einem Ausbau am Bahnhof Zug, hätte diese Nach-teile nicht gehabt.
Die Arbeit in der Fraktion ist vielseitig und wir sind auch immer wieder erfolg-reich. Könnten aber Verstärkung gebrauchen. Wer Zug liebt, wählt ALG. Wir schützen die Heimat, sind die letzte wahre Wirtschaftspartei – denn wir brau-chen eine Wirtschaft, die den Menschen nützt und sie nicht ausnützt und setzen uns vehement für zahlbares Wohnen sowie die Bürgerrechte.
Stefan Gisler
Kantonsrat, Fraktionschef Alternative – die Grünen

RedaktorInnen gesucht!
Jonas Feldmann, Redaktor BULLETIN

Jeden ersten Mittwoch im Monat – Monatsbar
Gekocht und serviert haben auch dieses Jahr fast all unsere Ortsparteien: Alterna-tive-die Grünen Baar, Junge Alternative, Forum Oberägeri, Grüne Steinhausen, Krifo Alternative Cham, Gleis 3 Risch und die CSP. Einmal auch der kantonale Vorstand. Herzlichen Dank für euren Einsatz
Die Menus waren abwechslungsreich und meist saisongerecht. Auch die Desserts sind immer gut angekommen.
Der eigene alternative-Wein, ein Zweigelt von Delinat, ist nun in guter Qualität wieder vorhanden und wird auch an Privatpersonen und Ortsparteien verkauft.

Bericht Kantonale Kulturkommission 2013
Die Kantonale Kulturkommission hat sich im 2013 regulär zu den Sitzungen mit Vergabe an einzelne Kulturprojekte getroffen, ebenso zur Vergabe der Ateliers in Berlin (3 Plätze) und New York (1 Platz). Zudem wurden Förderbei-träge an einzelne Kunstschaffende gesprochen, das Zuger Werkjahr wurde 2013 nicht verge-ben, da die Eingaben den Anforderungen der Fachjurys nicht ausreichend entsprachen.
Im 2013 hat die langjährige Amtsleiterin Prisca Passigatti ihre Stelle gekündigt, als Nachfolger wurde Aldo Caviezel gewählt.
Da die Stadt Zug bei den Kulturausgaben zukünftig sparen muss, sind einige Unterstützungsbeiträge des Kantons zunehmend wichtig. Es wird sich in den nächsten Jahren zeigen, inwieweit eine Umverteilung stattfinden kann und wird.
Marianne Aepli
Kantonale Kulturkommission
Bericht Bildungsrat
Völkerkunde im Bildungswesen
Nach mehreren Dekaden Einsitz im Bildungsrat übergab mir Alice Stäuble Kern auf anfangs 2013 ihre Arbeit. Voller Vorfreude bereitete ich auf die erste Janu-arsitzung vor. Die Sitzungen sind jeweils auf den zweiten Mittwochnachmittag im Monat terminiert. Diese und später auch andere wurden durch den Bildungs-direktor mangels Traktanden abgesagt. So wappnete ich mich für den Februar. Der Start in einer neuen Gruppierung fühlt sich immer an wie ein kleines Ethno-logiestudium. Welche, ausgesprochene und unausgesprochene, Regeln gelten, wer interagiert wie und welche Taktik wird verfolgt. Mein grosser Vorteil ist diesbezüglich natürlich, dass ich die Fachsprache und die all die Abk. dank mei-ner vielseitigen und langjährigen Tätigkeit im Bildungswesen bestens beherr-sche. Im Moment merke ich einfach, wie schwierig es ist einen Jahresbericht zu schreiben, sogar einer der im Internet veröffentlicht wird ohne etwas über die Kommissionsarbeit auszuplaudern. Die Stimmung oder der Marschbefehl lautet jedenfalls, das Kind und die Politik immer im Visier zu halten.
Und nun ganz sec zu den Sachgeschäften:
 Berichterstattung der Gemeinden zur Kenntnis nehmen
 Berichterstattung der Externe Schulevaluation entgegennehmen
 Schulevaluation der privaten Schulen aufgleisen
 Konsultation Lehrplan 21
 Vernehmlassungen Promotions- und Übertrittsreglement
 Vernehmlassungen Lehrerbesoldungsgesetz und Änderung des Schulge-setzes
 Überarbeitetes Konzept Neugestaltung 9. Schuljahr begutachten
Und einmal im Jahr im Turnus besucht der Bildungsrat eine Schulgemeinde.
Jahresbericht 2013 – Alternative – die Grünen Zug 10
Mich freute es natürlich ausserordentlich, dass im 2013 gerade die Schule, an
welcher ich vorher fast ein Vierteljahrhundert tätig war an der Reihe war. Steinhausen
schärfte unseren Blick für gelungene Integrationsthemen.
Noch ein kurzer Blick in die Zukunft: Ich habe mir das persönliche Ziel gesetzt,
die Zusammenarbeit mit den alternativen Exponenten in der kantonsrätlichen
Bildungskommision, in den gemeindlichen Schulkommissionen sowie im Regierungsrat
zu intensivieren.
Erwina Winiger, Bildungsrätin

Grüne Schweiz
An vier Delegiertenversammlungen haben wir uns zusammen mit all den andern
Grünen der Schweiz getroffen. Zu allen eidgenössischen Abstimmungen wurden
Diskussionen geführt und Parolen beschlossen. Das Referendum gegen die Asylpolitik
konnte auch dank vieler Grünen zu Stande kommen. Die Abstimmung
wurde leider verloren. Das Raumplanungsgesetz wurde jedoch angenommen,
ein Riesen-Erfolg.
Maya Graf hat als Nationalratspräsidentin viele positive Zeichen setzen können
und ihre Ausstrahlung hat das Image der Grünen bestimmt
auch aufgewertet. Auch die beiden Co-Präsidentinnen
Adèle Thorens, und Regula Rytz haben
über die Parteigrenzen hinaus zu aktuellen Themen
überzeugt.
Die Stimmen der Jungen Alternativen, auch viele aus
Zug bringen frischen Wind und gute Ideen. Und mit
Andreas Lustenberger als Co-Präsident haben wir einen
direkten Draht in diese Gruppierung.
Wir suchen noch dringend Leute, die gerne im nationalen Vorstand mitarbeiten
würden.