Am letzten Mittwoch fand am Zuger Kantonsspital in Baar ein Podium zum Thema Wettbewerb im Gesundheitswesen statt. (Neue Zuger Zeitung, 15. Sept.10).
Schon nach dem Einführungsreferat von Dr. Willy Oggier, Gesundheitsökonom, war klar, wir diskutieren nicht ob Wettbewerb im Gesundheitswesen Sinn macht, wir diskutieren auch nicht wieviel Wettbewerb gut ist, sondern wir diskutieren über Wettbewerb so viel wie möglich!
Ich begegne diesem Wettbewerb kritisch. Der Wettbewerb dreht sich nämlich nicht um Patienten allgemein, sondern nur um sogenannte rentable Versicherte. Zudem besteht bei einem solchen Wettbewerb ein Interessenskonflikt der Aerzteschaft oder überhaupt der Leistungserbringer, nämlich zwischen Moral einerseits und Rentabilitätsinteressen z.B. seitens des Spitals andererseits.
Unser Gesundheitsdirektor Joachim Eder hat die Plattform genutzt, seine Vision einer KVG-freien Zone im Kanton Zug darzulegen. Mich wunderts, dass er bei seiner Energie und seinen guten Ideen freiwillig auf mehr Mitsprache am Zuger Kantonsspital verzichtet und die Initiative „Unser Kantonsspital ist Service public“ nicht unterstützt.
Übrigens, nur ein ausser Kontrolle geratenes, quitschendes Mikrophon konnte seinen Redefluss bremsen.