Der zurück getretene CEO Robert Bisig hat in seinen vier Amtsjahren das Kantonsspital mit viel Engagement und Sachkompetenz geführt. Dafür gebührt Bisig – gerade angesichts der Herausforderungen mit dem Spitalneubau – grosse Anerkennung.

Sollten für diesen plötzlichen Rücktritt unterschiedliche Ansichten im Verwaltungsrat bezüglich der Lohnsicherung der Spitalangestellten mit entscheidend gewesen sein, wäre das bedauerlich. Die Angestellten verdienen faire Löhne inklusive Teuerungsausgleich.

Es ist inakzeptabel, dass der Kanton als Inhaber von 95 Prozent der Kantonsspital-Aktien überhaupt kein Mitbestimmungsrecht hat und in diesem Falle auch nicht über die offensichtlichen Dissonanzen im Verwaltungsrat informiert war. Dieser Mangel an Mitsprache und Transparenz sind die Folge des von bürgerlichen Politikern forcierten Entscheides, aus dem Spital eine private Firma zu machen. Die Alternativen wehrten sich damals vehement gegen die Privatisierung und gegen den Verlust der Mitbestimmung durch die Regierung und somit letztlich durch die Bevölkerung.

Die Alternativen erwägen nun eine Vorlage, welche die Umwandlung des Spitals in eine öffentlich-rechtliche Institution mit angemessener Mitsprache des Kantons fordert.

Auch soll die Regierung im Rahmen eines ordentlichen Wahlverfahrens bei der Berufung des neuen CEOs mitbestimmen. Gleichzeitig soll die Rolle des Interims-CEO und der anderen Verwaltungsräte beim Rücktrittsvorgang transparent gemacht werden.

Der Regierungsrat muss Verantwortung übernehmen: nur so wächst beim Personal die Verunsicherung nicht weiter an – nur so ist eine gute Gesundheitsversorgung gewährleistet.

Für die Alternative Fraktion
Vroni Straub-Müller, Kantonsrätin CSP, Oberwil
Stefan Gisler, Kantonsrat Alternative, Zug