Medienmitteilung Fraktion Alternative – die Grünen

Im Rahmen des regierungsrätlichen Belastungspakets soll das ÖV-Angebot auf die Fahrplanperiode 2016/2017 massiv abgebaut werden. Betroffen sind rund 15 Buslinien und eine S-Bahnlinie. Für die Alternativ-Grüne Fraktion ein Rückschritt, den es zu verhindern gilt. Sie fordert in einem Postulat den Regierungsrat auf, das vom Kanton finanzierte ÖV-Angebot nicht abzubauen und in der kommenden Fahrplanperiode 2016/2017 auf dem gegenwärtigen Niveau zu halten.
ÖV-Abbau bringt Nachteile
Ein wachsender Kanton führt zu einem wachsenden Verkehrsaufkommen. Bis dato ist der Kanton Zug dieser Herausforderung mit einem angebotsorientierten ÖV-Netz begegnet. Der gegenwärtige Regierungsrat droht nun diese Erfolgsgeschichte (Mit Zug und Bus aus einem Guss) akut zu gefährden. Öffentlicher Verkehr und Langsamverkehr bringen nicht nur einen ökologischen Mehrwert, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag für die Entlastung des Strassennetzes. Eine Angebotsausdünnung am Abend hat gleichzeitig auch Folgen für die Nutzung des ÖV am Morgen und am Tag: wer am Abend mit dem Bus nicht mehr nach Hause kommt, der benutzt diesen auch nicht am Morgen. Wer immer wieder das Auto benutzen muss, entscheidet sich ab einem gewissen Punkt gegen einen Zugerpass oder gegen ein Streckenabo und verzichtet ab dann ganz auf den öffentlichen Verkehr. Bemerkenswert ist, dass sich der Kanton Zug als wichtigen Teil der „greater Zurich Area“ sieht, nun aber die Anbindung an diese schwächen will. Das kann zu einem gewichtigen Standortnachteil verkommen.
Sparprogramm verkommt zur Farce für Zuger Familien
Es ist verblüffend, wie fahrlässig der Zuger Regierungsrat mit dem Wohle der gesamten Zuger Bevölkerung und der langfristigen Zukunft unseres Kantons im Rahmen seines Belastungsprogramms umgeht. Sparmassnahmen im ÖV treffen Familien mit Schulkindern und Jugendlichen überdurchschnittlich: Nach der Kürzung der Prämienverbilligungen und den chronisch hohen Mieten werden die Zuger Familien zusätzlich stark belastet.
Kurskorrektur durch Kantonsrat notwendig
Die Alternativ-Grüne Fraktion wehrt sich vehement gegen einen Abbau im ÖV und reicht deshalb ein Postulat ein, damit das ÖV-Netz auch ab 2016 mindestens auf dem heutigen Niveau gehalten wird. Wir hoffen, dass sich auch die anderen Parteien mit einem Ja zu einem starken ÖV weiterhin für alle Zugerinnen und Zuger einsetzen.

Anastas Odermatt, Kantonsrat
Andreas Lustenberger, Kantonsrat
 
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