Die Junge Alternative Zug ruft auf zu einer
Protestaktion gegen die Ölpest vor der Transocean in Steinhausen ZG

 
Keine Ölbohrungen in der Tiefsee!
 
Samstag, 15. Mai, 13 Uhr vor der Turmstrasse 30 in Steinhausen
 
Treffpunkt: 12.45 Uhr am Bahnhof Steinhausen (Ankunft der Züge ab Zug und Zürich) Danach 10 Minuten Fussmarsch zum Firmensitz. Dieser liegt im Industriegebiet Sumpf in einem der vier direkt neben der Autobahn stehenden Türme.
 
Wir sind entsetzt über die Ölpest im Golf von Mexiko. Es droht die grösste  von Menschen verursachte Umweltkatastrophe der Geschichte. Millionen von Tieren und ein einzigartiges Ökosystem fallen dem Ölteppich zum Opfer. Bedroht sind auch die Existenzen Zehntausender von Fischer-Familien, die Tourismusbranche und ganze Dörfer.
 
Wir sind um so mehr betroffen, als nicht auszuschliessen ist, dass auch in dieser Katastrophe eine Schweizer Firma mit Sitzen in den Kantonen Zug und Genf Mitverantwortung trägt. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Ölspur einer Katastrophe nach Zug führt. So verhielt es sich beispielsweise im Dezember 1999 bei der „Erika“-Katastrophe vor der bretonischen Küste und im November 2002 bei der „Prestige“-Katastrophe vor der galizischen Küste.
 
Unabhängig von den konkreten Verantwortlichkeiten der jüngsten Ölpest zeigt die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko, dass es völlig verantwortungslos ist, in der Tiefsee nach Öl zu bohren. Je knapper und je teurer das Öl wird, desto grössere Risiken werden eingegangen. Es ist wichtig, dass die Regierungen den Schutz von Mensch und Umwelt über die Profitinteressen der Ölmultis und der Ölindustrie stellen. Und es ist dringlich, dass der Ausstieg aus dem ohnehin ausgehenden Erdöl voran getrieben wird. Es gilt, die Alternativenergien und das Energiesparen viel entschlossener zu fördern.
Da Ölborungen in der Tiefsee zum Kerngeschäft der Transocean gehören, führen wir vor deren Hauptsitz an der Turmstrasse 30 in Steinhausen/Zug eine Protestaktion durch. Von Transocean fordern wir das Ende von Ölborungen in der Tiefsee. Und eine offene Haltung gegenüber den betroffenen Opfern sowie den zuständigen Amtsstellen. Von unseren Behörden fordern wir, die kommunalen, kantonalen und nationalen Steuererträge von Transocean aus dem Geschäftsjahr 2009 den Opfern der Ölkatastrophe zu überweisen.
 
Wehrt euch für die Umwelt! Solidarisiert euch mit den Opfern! Engagiert euch für das Ende der Tiefseebohrungen! Und für den Ausstieg aus dem Erdöl! Beteiligt euch an der Protestaktion vom nächsten Samstag!