Zum Thema «2000-Watt-Gesellschaft»
2000 Watt ist keine Utopie, sondern ein visionäres Ziel. Der Kanton Schaffhausen macht es vor, was Energiesparen anbelangt. Der Kantonsrat hat sich zum Ziel gesetzt, die Energieeffizienz zu erhöhen und neuen Techniken zum Durchbruch zu verhelfen. Damit soll die 2000-Watt-Gesellschaft nicht ein Fossil der Vergangenheit beziehungsweise der 1960er bleiben, sondern auch in Zukunft möglich sein. Den Schwerpunkt legen sie dabei in den Gebäudebereich. Grosses Potenzial liegt zum Beispiel in der Qualität von Neubauten und Sanierungen alter Häuser. Dass dies nicht von heute auf morgen realisierbar ist, scheint klar zu sein. Die Schaffhauser Regierung hat denn auch Leitlinien von 2008 bis 2017vorgestellt.

«Zug sollte dazu in der Lage sein»

Wenn der weniger gut betuchte Kanton Schaffhausen ein solches Programm auf die Beine stellen kann, sollte Zug ebenfalls dazu in der Lage sein. Dem Regierungsrat ist also anzuraten, vom Schaffhauser Modell zu lernen. Gerade bei solchen Umweltthemen muss in grossen Zeiträumen gedacht und geplant werden, ansonsten kriegen wir den Energieverbrauch, der bereits heute bei zirka 5000 Watt pro Person für Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Reisen liegt, nicht in den Griff. Um in solchen Dimensionen denken zu können, braucht es Visionen, wie auch die Konkretisierung der Vision für einen nachhaltig wirtschaftlich wachsenden Kanton Zug.
Rupan Sivaganesan