Leserinnenbrieg zum Artikel „Trockenheit macht Bauern zu schaffen“, Neue Zuger Zeitung vom 19. August, von Mariann Hess, Biobäuerin und Kantonsrätin Alternative-die Grünen, Unterägeri

Die Gletscher schmelzen, die Temperaturen steigen – seit Jahren machen wir Grünen auf den Klimawandel und die negativen Folgen aufmerksam. Wir wurden belächelt, Klima ist doch kein Thema. Der heisse Sommer hat uns wieder klar gemacht, die Klimathematik bleibt aktuell. 
 
Die Hitze beeinträchtigt unsere Landwirtschaft, sie vermindert die Versorgungssicherheit unserer Bevölkerung mit einheimischen Produkten. Weniger Tierfutter, weniger Milch, weniger Kirschen, zu kleine Kartoffeln, gestresste Tiere – die Reihe lässt sich beliebig fortsetzen. Das bedeutet weniger Einkommen für unsere bäuerlichen Familienbetriebe. Denn obwohl jedem klar sein sollte, dass Naturprodukte nicht ab Fliessband in Einheitsgrösse und Form produziert werden, büssen die Bauern nun doppelt. Die Trockenheit hat die Ernte reduziert und die Früchte entsprechen noch weniger den unsäglichen Normen. Qualitativ können all diese Produkte top sein, wenn sie aber nicht die vom Grossverteiler verlangte Grösse, Farbe, Form, oder Gewicht haben, werden diese Produkte nicht abgenommen, oder zu schlechten Preisen. 
 
Die bürgerlichen Parteien haben auf diese Herausforderungen für unsere Landwirtschaft keine Antwort. Im Herbst haben die Zuger Bäuerinnen und Bauern eine Alternative für eine wirksame Klimapolitik in ihrem eigenen Interesse.
 
 
Mariann Hess, Biobäuerin und Kantonsrätin Alternative-die Grünen, Unterägeri