Der Siedlungsbrei soll sich nicht vergrössern, warnt Jost Grob – lange Chef der Zuger Kantonalbank. Zu Freiheit und Wachstum gehöre Rücksicht auf die Gesamtheit der Gesellschaft, betont Georg Stucky – alt Regierungs-, Nationalrat. Neureiche Emporkömmlinge beteiligen sich nicht mehr an der Zivllgesellschaft, bedauert alt Ständerat Andreas Iten. In der „NZZ“ vom 18. Mai drückten die alten Männer der bürgerlichen Politik ihr Unbehagen über Zugs Entwicklung aus.
 
Gemäss Credit Suisse fiel Zug beim frei verfügbaren Einkommen im Kantonsvergleich auf Rang 19 zurück. Zwar habe Zug die tiefsten Steuern, doch weise Zug die zweithöchsten Fixkosten (Wohnen und Leben) der Schweiz auf. Vor allem Wenigverdienende und Mittelstand haben immer weniger Geld.
 
Seit Jahren verkaufen SVP, FDP, CVP mit ihrer Steuersenkungsideolgie Zug den Meistbietenden. Um 140 Mio. Franken wurden in Zug seit 2007 vor allem die Reichsten, Aktionäre und Kapitalgesellschaften entlastet – jährlich! Im Mai beschlossen die Bürgerlichen im Kantonsrat erneut jährliche Steuersenkungen von 64,5 Mio. Franken – primär für gewinnstarke AGs. Anträge der Alternativen, Familien und Mieter mehr zu entlasten wurden abgelehnt.
 
Zug braucht Geld für zahlbare Wohnungen, gute Schulen, tiefe Gesundheitskosten – nicht für Geschenke für wenige Privilegierte. Darum: Nein zur neusten Steuergesetzrevision!
 
 
Stefan Gisler, Kantonsrat Alternative – Die Grünen, Zug