Die Versicherten der Zuger Pensionskasse tragen massgeblich zu einem attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum Zug bei. Es sind Krankenschwestern, Werkhofangestellte, Polizisten, Kindergärtnerinnen, die für unsere Sicherheit, Gesundheit oder Bildung sorgen. Sie haben diesen Rentenabbau bis zu 20 Prozent nicht verdient.

Trotz des Ja zollen die Alternativen den Versicherten für deren sachliche und engagierte Abstimmungskampagne Respekt. Ihnen ist es gelungen, viele Zugerinnen und Zuger von der Wichtigkeit eines starken Service public zu überzeugen. Das hauchdünne Mehr von 21 Stimmen bedeutet, dass es nicht zu weiteren Leistungskürzungen bei den Angestellten im öffentlichen Dienst kommen darf. Und so danken die Alternativen den vielen Zugerinnen und Zuger, die sich mit ihrem Nein für mehr soziale Gerechtigkeit aussprachen.

Der knappe Ausgang ist bemerkenswert, weil noch zwei Drittel des Kantonsrats für die Verschlechterung der PK waren. Und auch die Nationalrats-Spitzenkandidierenden der FDP sowie die bisherigen Nationalräte von CVP und SVP sprachen sich mit teils irreführenden bis falschen Argumenten für den Rentenabbau aus.

Das Ja schwächt nun die Finanzierungssicherheit und das Leistungsvermögen der Zuger Pensionskasse. Und der Kanton sowie die rund 100 angeschlossenen Arbeitgeber werden gegen ihren Willen für Arbeitnehmende weniger attraktiv. Die Alternativen werden die Entwicklung beobachten und im Interesse des Kantons, der Bevölkerung und der Versicherten Korrekturen einbringen.

Für die Alternative Kanton Zug
Josef Lang, Präsident Alternative
Stefan Gisler, Kantonsrat Alternative und Mitglied Stawiko

Grafik zu den Abstimmungen:
IV-Revision Nein Anteil nach Gemeinden– PK-Referendum Nein Anteil nach Gemeinden