Votum von Kantonsrätin Hanni Schriber-Neiger zur Motion betreffend Teilrevision des Gesetzes über die Förderung des kulturellen Lebens (Kunst am Bau)

Sehr geehrter Herr Kantonsratspräsident
Werte Mitglieder der Regierung
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen
 
Der Alternativen- die Grüne Fraktion gefällt, dass der Kanton das baukulturelle Engagement fördert. Damit stärkt er die Befruchtung von Bau und Kunst gegenseitig. Im fundierten Bericht  der Regierung zeigt gut auf, dass Kunst am Bau nationale oder sogar internationale Ausstrahlungskraft haben kann – und noch ein anderes Bild von Zug – eher ein ungewohntes oder bunt- ausgefallenes –  neben der üblichen Finanz- und Rohstoffwelt.
 
Kunst am Bau soll zum Denken und Handeln anregen. Sie soll auch eine Umgebung schaffen in der sich unsere Bevölkerung entfalten kann und eine Identifikation mit einem Gebäude oder einem Ort ermöglichen. – Kunst am Bau kann einen Platz beleben. Zum Beispiel können wir dies beim Obergericht/ Studienbibliothek im öffentlichen Aussenbereich gut erkennen – und erst noch mit einer hohen Aufenthaltsqualität. Kunst am Bau oder eben diese Baukultur kann also einer breiten Öffentlichkeit in einfacher Art zugänglich gemacht werden, egal welcher Gesellschaftsschicht die Menschen angehören. 
 
Und zum Schluss: Kunst am Bau ist nicht in der modernen Zeit entstanden, wie man vielleicht meinen könnte – sondern schon uralt und traditionell, sonst sähe zum Beispiel das Stadthaus oder der Rathauskeller in Zug ganz anders aus.
 
Die ALG sieht Kosten für „Kunst am Bau-Projekte“ in den 1-2 Prozenten Bereich zur gesamten Bausumme als gute Richtschnur. Wir unterstützen dem Antrag des Regierungsrates die Motion teilerheblich zu erklären und als erledigt abzuschreiben. 
 
 
Hanni Schriber-Neiger, Kantonsrätin ALG Risch