Votum von Kantonsrätin Hanni Schriber-Neiger zur Motion Thomas Meierhans betreffend Anpassung kant. Richtplan durch Verschiebung von Siedlungserweiterungen in das Gebiet Wald

Sehr geehrter Herr Kantonsratspräsident 
Werte Mitglieder der Regierung
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen
 
Der schnelle Bericht und Antrag der Regierung kommt zum gleichen Schluss wie die Begründung der ALG zur Nicht-Überweisung vor zwei Monaten: Der Vorstoss widerspricht nationalem Recht, das eben den Wald schützt.
 
Also noch einmal:
Der Motionär möchte den Richtplan ändern, dass Siedlungsgebiete vom heutigen Landwirtschaftsgebiet in den Wald verschoben wird. Um dies umzusetzen, müsste eine Rodung vorgenommen werden. 
 
Doch der Wald ist ein Ökosystem mit vielen Fähigkeiten: Er nimmt vielfältige Funktionen wahr: Er produziert Sauerstoff, reinigt die Luft, speichert Klimagase, schützt den Boden vor Erosion, schützt Siedlungen vor Lawinen und Murgängen. Der Wald liefert uns in Form von Holz den vielfältigsten Baustoff und erneuerbare Heizenergie.
 
Er ist weiter für viele Menschen Erholung und darüber hinaus ist er Lebensraum für Abertausende von Tier- und Pflanzenarten.  
 
Landschaftsschutz statt Zersiedelung heisst der Slogan!
 
Der Landschaftsverbrauch durch Überbauung und Zersiedelung muss gebremst werden und nicht erweitert. Einzigartige Landschaften – und da gehört der naturnahe Wald auch dazu, –  sollen besser geschützt und ungeschmälert erhalten bleiben. Die Fraktion der Alternative-die Grünen wehrt sich gegen den Versuch, in Zug die Siedlungsräume auf Kosten von Waldgebieten zu erweitern.
 
Die ALG unterstützt den Antrag der Regierung diese Motion nicht erheblich zu erklären. Besten Dank.
 
 
Hanni Schriber-Neiger, KR ALG Risch