Mit je zwei Listen und je sechs Kandidatinnen und Kandidaten treten CVP und FDP zu den Nationalratswahlen im Herbst an. Es ist dies ihr Recht, nur glaubwürdig ist es nicht. Zugerinnen und Zuger mit einem politischen Gedächtnis erinnern sich: Nach den letzten Nationalratswahlen nahmen CVP und FDP die vielen Nationalratswahllisten zum Anlass, um auf kantonaler Ebene ein Listenverbindungsverbot durchzudrücken – gegen den Willen von Alternative – die Grünen, SP und GLP. Das kantonale Listenverbindungsverbot nützt wegen der vielen kleinen Wahlkreise vor allem der CVP und der FDP, die damit ihre Machtposition noch einmal absichern konnten. Jetzt im Herbst sind wieder Nationalratswahlen und CVP und FDP veranstalten eine Listenflut. Von Klarheit und Transparenz für die Bürgerinnen und Bürger ist nicht mehr die Rede. Es regiert reines Machtkalkül – denn inhaltlich vermögen CVP und FDP mit ihrer Hüst-und-Hott-Politik die Wählerinnen und Wähler immer weniger zu überzeugen.
 
 
Anna Lustenberger-Seitz,
Kantonsrätin Alternative – die Grünen Baar