Auch in diesem Sommer spielt das Klima verrückt. Gewisse Teile Europas leiden unter den schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten, andere unter Rekordhitzewellen. Das Alpenland Schweiz ist durch die Klimaerwärmung längerfristig besonders stark betroffen. Denken wir nur an den Rückgang des Permafrosts und der Gletscher und dessen Folgen: Felsstürze, Hochwasser, Hangrutschungen, Murgänge.

Jeder Mensch, der wissen will, was zu tun ist, kann es wissen: Das wichtigste ist eine massive Senkung des C02-Ausstosses. Die kürzlich gestartete Volksinitiative für ein gesundes Klima, für die die Alternativen im ganzen Kanton fleissig Unterschriften sammeln, verlangt eine Reduktion der Treibhausgase bis ins Jahr 2020 um mindestens 30 Prozent Dieses Ziel ist zu erreichen mit Massnahmen wie eine Lenkungsabgabe auf Brenn- und Treibhausstoffen, Investitionen in Energieeffizienz, die verkehrsarme Gestaltung von Siedlungsstrukturen, die Förderung des Langsamverkehrs, der Solarenergie usw..

Die durch Menschen gemachte Klimaerwärmung bedroht unseren Planeten wie auch unsere direkte Umwelt, also die Heimat. Im Hinblick auf den 1. August, den wir in einigen Tagen begehen, ist es interessant, zu schauen, welchen Parteien und Politikern die Heimat echt am Herzen liegt. In Sachen Klima- und damit Heimatschutz schneiden die Grünen und die SP mit Durchschnitten über 90 Prozent im Umweltrating weitaus am besten ab. Die schweizerische CVP liegt mit 51 Prozent genau in der Mitte zwischen optimalem Umweltschutz und maximaler Umweltzerstörung. Die Freisinnigen sind mit 22 Prozent nicht einmal Einviertel-Patrioten. Gegenüber der Heimat am gleichgültigsten verhält sich die SVP, deren Umwelt-Patriotismus bloss ein 5prozentiger ist. Sie scheint die Heimat zu lieben, indem sie sie kaputt macht. Wie nennt man ein solches Verhalten in der Psychologie?

Was die Zuger Bundesparlamentarier betrifft, weiss man von den beiden Ständeräten, dass sie im letzten Herbst bei einem 22:22 Entscheid die zwei entscheidenden Stimmen gegen die Solarenergie abgegeben haben. Der SVP-Nationalrat entpuppte sich beim Umweltrating als glatte Nullnummer. Und der CVP-Nationalrat schaffte mit 5 Prozent nicht einmal ein Zehntel seiner eigenen Fraktion. Die ökologische Ehre für Zug rettet der alternative Nationalrat mit einem 100prozentigen Einstehen für die Zukunft unserer natürlichen Umwelt und damit unserer Heimat.