Der Bundesrat hat seinen Bericht zum Rohstoffhandel veröffentlicht. Er ist gegen mehr Transparenz im Rohstoffhandel und sieht selbst von kleineren Regulierungen ab, wie sie im Ausland üblich sind oder kurz vor der Einführung stehen. Damit geht er den selben Irrweg wie damals bei der Verteidigung von obskuren Bankgeschäften und macht sich zum Komplizen unsauberer Geschäfte.
 
Der Bundesrat schadet mit seinem Laisser-Faire dem Ruf des Wirtschaftsstandorts Schweiz sowie dem Ruf korrekter Geschäftsleute und Firmen. Er ignoriert die zahlreichen Korruptions-, Menschenrechts- und Umweltskandale, in welche die Rohstoffhandelsbranche verwickelt ist. Dokumentiert unter anderem auch in UNO Reports.
 
Stossend ist, dass diese Firmen in der Schweiz die Profite aus teils obskuren Geschäften auch noch maximieren können. Mit undurchsichtigen Firmenkonstrukten und intransparenten Geldflüssen sowie dank Dumpingsteuern verdienen einige wenige Aktionäre und Firmen Milliarden. In Zug zahlen Holdings keine Gewinnsteuer und lächerlich tiefe Kapitalsteuern. Aufgrund der Unternehmenssteuerreform II, wonach aus Kapitalreserven bezahlte Dividenden steuerfrei sind, kassierte beispielsweise Glencore-CEO Glasenberg rund 100 Millionen Franken steuerfrei.
 
Die Alternative Grüne Fraktion setzt sich für einen sauberen Wirtschaftsstandort Schweiz und Zug ein. Dazu gehören faire Steuern, transparente Geldflüsse, Bekämpfung von Korruption und Geldwäscherei, Umweltschutz sowie die Einhaltung von Menschenrechten.
 
 
Stefan Gisler (Zug) und Andreas Hürlimann (Steinhausen), 
Alternativ-Grüne Fraktion im Zuger Kantonsrat