Die Forderung die Läden noch 1 Stunde länger offen zu halten, könnte fast den Eindruck erwecken, dass es heute fast unmöglich ist, Einkäufe während den bestehenden Öffnungszeiten zu tätigen. Dabei bestehen heute schon genügend Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf. Geschäfte am Bahnhof, Tankstellenshops und Hofläden machen möglich, dass auch spät abends noch eine Einkaufsmöglichkeit besteht. Optimierung der persönlichen Bedürfnisse für noch mehr Bequemlichkeiten der Konsumenten*innen und dies auf Kosten vom Verkaufspersonal! Liberale Politik sollte einen Mehrwert und Gewinn für die ganze Gesellschaft sein und nicht aus egoistischem Verhalten einen ganzen Berufsstand im Detailhandel mit einer Gesetzesänderung benachteiligen.

Eine Stunde längere Ladenöffnungszeiten hat Auswirkungen auf Inhaber von kleineren Geschäften und deren Angestellten. Die kleineren Geschäfte werden mit den Grossen in einer noch grösseren Konkurrenz stehen. Sie werden durch die verlängerte Öffnungszeit nicht mehr Umsatz machen, werden aber mehr Ausgaben berappen müssen. Für Angestellte im Detailhandel wird die Vereinbarkeit von Familie für erwerbstätige Mütter noch schwieriger. Aktive Teilnahme in einem Verein wird mit Öffnungszeiten bis um 20.00 Uhr verunmöglicht! Denn wenn die Ladentüre geschlossen wird, dann heisst das für die Angestellten nicht gleichzeitig Feierabend.

Ich bin überzeugt, dass mit den heutigen flexiblen Arbeitszeiten die Einkäufe gut organisiert werden können und dies mit den bestehenden Öffnungszeiten. Ich stimme aus diesem Grund NEIN zu den verlängerten Ladenöffnungszeiten!

Rita Hofer

Kantonsrätin ALG