Der Baudirektor und treibende Kraft für mehr Einzonungen sowie mehr Strassen gibt vor, sich mit der Städtlerwaldbrücke für eine ökologische Vernetzung einzusetzen. Doch wo grün drauf steht, ist nicht immer grün drin. Die Alternativen – Die Grünen hatten sich für einen 40 Meter breiten Wildtierkorridor eingesetzt, doch die bürgerliche Ratsmehrheit lehnte ab.
 
Nun soll die Fussgängerbrücke – die sowieso gebaut wird – für über 7 Millionen mit einem 12 Meter breiten Grünstreifen „ökologisiert“ werden.  Das ist zu schmal, darum gemäss einhelliger Meinung von Wildtierexperten keine Vernetzung des Lebensraums. Tatsächlich ging es dem Baudirektor nur darum, dass die letzte Einsprache gegen den Autobahnausbau zurückgezogen wurde. Mit der scheingrünen Brücke kommt also die grauschwarze Strasse.
 
Die Alternativen – Die Grünen stellen darum im Kantonsrat den Antrag, stattdessen die 7,2 Millionen für eine wirksame Vernetzung der Lebensräume für Wildtiere im Ennetsee einzusetzen. Nur so würden auch die Tiere im Städtlerwald real profitieren.
 
Stefan Gisler, Kantonsrat Alternative – Die Grünen, Zug