Die Schule hat den klaren Auftrag, Kinder  in der heutigen Gesellschaft zu gut ausgebildeten, selbstbewussten, selbständig denkenden und handlungsfähigen Menschen heranzubilden.
 
Früher, d.h. noch vor zehn bis fünfzehn Jahren, hatte die Schule die Hauptaufgabe, inhaltliches Wissen,  Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln.
Heute muss sie in zunehmendem Mass vor allem auch  soziale und persönliche Haltungen und Werte, die in unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr unbedingt Priorität haben, an die Kinder und Jugendlichen weitergeben. Diese Gesellschaft hat sich sehr stark verändert und tut dies immer noch.
Kann man diese  Veränderungen  ignorieren, indem man fordert, dass sich die Schule nicht weiterentwickeln darf oder sogar möchte, dass sie sich zurückbewegt?
Das wäre etwa so, als wenn man meint, die Zeit anhalten zu können,  indem man die Uhren anhält….   Dies zu glauben wäre  zugegebenermassen ein bisschen naiv, eine fatale Fehleinschätzung der Situation, ein grosser Fehler….
 
So verhält es sich auch mit der Schule und ihrer Zukunft. Patrick Cotti verfolgt eine zukunftsorientierte Schulentwicklung, die  Veränderungen in unserem gesellschaftlichen, täglichen Leben berücksichtigt und einbezieht.  Vieles wurde positiv verändert und geschaffen, lassen wir die Entwicklung weitergehen und gestalten wir sie aktiv mit, statt sie stoppen zu wollen.
Zum einen braucht eine gute Schule ein Wertungssystem, dass eine Fremdbeurteilung und eine Selbstbeurteilung beinhaltet. Damit erreichen wir eine optimale Beurteilung  des aktuellen Leistungsstandes zu jedem beliebigen Zeitpunkt.
Zum anderen wirkt sich ein solches Bewertungssystem positiv auf die Motivation der Kinder  aus, da die Möglichkeit einer Verbesserung bis zur nächsten Standortbestimmung besteht und es sich lohnt, dafür zu arbeiten und zu üben.
 
Dass man damit keinen verfälschten Notendurchschnitt errechnet, kann nur als Vorteil angesehen werden, denn die Leistung im hier und jetzt  soll auschlaggebend sein.
Diese  Durchschnittsberechnung einer Leistung über den Zeitraum eines halben Jahres – dies ist es, was die Noten aussagen- macht in den ersten Primarschuljahren keinen Sinn, da häufig eine schnelle Verbesserung der schulischen Grundfertigkeiten zu beobachten ist. Diese Leistungsveränderungen werden  im heutigen System des Beurteilen und Fördern bestens bewertet und mit den Eltern genauestens besprochen.
In der späteren Arbeitswelt werden Zielvereinbarungen an einem Mitarbeitergespräch gemacht. Diese Ziele sollen bis zum Ende eines festgelegten Zeitraumes erreicht werden….niemand würde auf die Idee kommen, die Fortschritte mit einer Durchschnittsrechnung in  Zahlen zu beurteilen, oder?
In diesem Sinne hoffe ich auf eine zukunftsorientierte, motivierende, beurteilende und fördernde Bildungspolitik.

Barbara De Silva-Rebmann
Kandidatin Kantonsrat
Gleis 3 Alternative Risch