Die Immobilienbewirtschaftung ist schon lange eine FDP- und auch CVP-Pfründe. Schon FDP-Finanzchef Luchsinger trieb als Verantwortlicher für die Stadtzuger Immobilien das Outsourcing bei den Immobilien voran – seit 1996, gestützt vom damals bürgerlichen Stadtrat und dem GGR. Der Auftrag der Immobilienverwaltung an die Firma, wo Romers Lebenspartnerin als Geschäftsführerin arbeitet, ist unhaltbar. Verwaltungspräsident der beauftragten Immobilium AG ist im übrigen der CVP-Wirtschaftsanwalt Stephan Kamer.
 
Die Alternativen – die Grünen fordern, dass der Zuger Stadtrat seinen bereits beschlossenen Plan, die Immobilien künftig selber durch die eigene Immobilienabteilung zu bewirtschaften, schnellst möglich umsetzt. Wir zählen darauf, dass dies vom GGR nicht behindert wird. Ein Firmenwechsel wäre nur Symptombekämpfung!

 
Dem Filz zwischen Wirtschaft, Politik und Eigeninteressen muss in Zug in möglichst allen Bereichen ein Ende gesetzt werden. Darum können wir nicht verstehen, wieso sich bürgerliche Parteien auch nach dem Rücktritt Romers gegen das Vollamt wehren – dieser ging wegen einer Strafuntersuchung aufgrund seiner Tätigkeit als privater Finanzberater. Die Alternativen – die Grünen fordern, dass Stadträte keine privaten Nebenjobs haben dürfen.

 
 
Stefan Gisler, Vorstand Alternative – die Grünen Stadt Zug