Leserbrief von Stefan Gisler, Kantonsrat Alternative – die Grünen Zug

Mit ihrem "Entlastungsprogramm" plant die Regierung jährlich 100 Millionen einzusparen – auf Kosten der Bevölkerung. Dabei geht sie nicht gerade geschickt vor – so beim Verkehr. Für Strassen plant die Zuger Regierung bis 2030 weit über 1,5 Milliarden auszugeben, mindestens 890 Millionen davon für den Stadttunnel. Dieser soll das "Zentrum Plus" der Stadt Zug vom Verkehr entlasten. Gleichzeit informiert nun die Regierung die Gemeinden, dass sie im Rahmen des Sparpakets massive Einsparungen bei den Buslinien machen will. So erzeugt die Regierung in der Stadt Zug Mehrverkehr. Denn baut man Buslinien ab, steigen die Leute aufs Auto um. Nebst einer offenbar verfehlten Verkehrsstrategie – betreibt die Regierung zudem eine Politik des massiven Wachstums. Auch diese führt zu Mehrverkehr. Die "verkehrte" Verkehrspolitik führt zu Staus, weniger Lebensqualität und teuren Strassenprojekten. Letzteres wieder zu roten Zahlen und das wieder zu einem Sparpaket. Die Regierung muss die kontraproduktiven und überstürzten Scheinsparmassnahmen bei den Buslinien zurücknehmen. Statt Abermillionen im Stadttunnel zu verlochen, sollten gescheiter Bahn, Bus, Velo gefördert werden. Das ist kostengünstiger und wirkungsvoller. Ärgerlich ist, dass das Volk darüber nicht befinden soll.
 
 
Stefan Gisler, Kantonsrat Alternative, Zug