Leserbrief als Reaktion auf GLP Vorwurf an die Alternative – die Grünen Zug in der Neuen Zuger Zeitung vom 14.05.2013

Leserbrief von Co-Präsident Andreas Hürlimann als Reaktion auf GLP Vorwurf an die Alternative – die Grünen Zug in der Neuen Zuger Zeitung vom 14.05.2013
 
Die Zuger Grünliberalen werfen den Alternativen und Grünen im Kanton Zug ständiges „Wirtschafts-Bashing“ vor, was schlussendlich gemäss ihrem Leserbrief auch den Arbeitnehmenden und insbesondere der Umweltpolitik schade. Eine populistische Kritik welche eindeutig zu kurz greift. So hat unter anderem auch die Alternative Grüne Fraktion an der letzten Kantonsratssitzung dem neuen Wirtschaftspflegegesetz zugestimmt. Allerdings mit einer klaren Forderung an die Zuger Regierung: Wir erwarten vom Kanton Zug, dass er seine Kontakte zu Unternehmen auch dazu nutzt Anliegen im Bereich Gesellschaft (Beispiel: Integration) oder Umwelt (Beispiel: umweltfreundliche Mobilität) einzubringen. Und natürlich auch im Rohstoffbereich: Hier könnte Zug im Minimum auf der Basis des Grundlagenbericht des Bundesrats zur Rolle der Schweiz im internationalen Rohstoffhandel wichtige Aspekte thematisieren und die Weiterentwicklung der Standards vorantreiben. Dieser Bericht bestätigt übrigens viele Kritiken, die wir Zuger Alternativen seit Jahrzehnten äussern. Kritiken zu Menschenrechtsverletzungen oder Umweltzerstörungen die also auch der Bundesrat anerkennt, die Zuger GLP aber wohl lieber verdrängt. 
 
Die Alternative – die Grünen Zug fordern ein „Wirtschaften im Dienste des Menschen“. Zahlreiche Zuger Unternehmen wirtschaften so, was meinen Dank und Anerkennung verdient. Jedoch muss man kein Hellseher sein um zu wissen, dass dies im oft intransparenten internationalen Rohstoffhandel nicht der Fall ist. So wurde beispielsweise Ex-BP-Chef Tony Hayward  – bekannt von der Deepwater-Horizon Katastrophe im Golf von Mexiko – etwa ein Jahr nach der Umweltkatastrophe in den Glencore Verwaltungsrat berufen. In diesem gehört er dem dreiköpfigen Komitee für „Umwelt, Gesundheit und Sicherheit“ an. Und so ist klar: Wer den Bock zum Gärtner macht, dem liegt nicht viel am Garten.
 
Die Alternative-die Grünen Zug engagieren sich für fairen Handel und gegen die Ausbeutung der Dritten Welt. Deshalb verurteilen die Zuger Grünen die Praktiken von bekannten Firmen. Wir werden den Zuger Rohstoffhändlern auch in Zukunft auf die Finger schauen und die Unternehmen auffordern, weltweit Menschenrechte zu respektieren und hohe Umweltstandards einzuhalten. Dies hat nichts mit generellem Wirtschafts-Bashing zu tun, aber viel mit fairem Handel und Menschenrechten.
 
 
Andreas Hürlimann, Co-Präsident Alternative – die Grünen Zug, Steinhausen