Frau Hotz-Loos (FDP Gemeinderätin) hat ganz bestimmt noch nie unter Zeitdruck in Zug eine Wohnung suchen müssen. Sie muss auch nicht rund die Hälfte ihrer ehemaligen Schulfreunde oder der Verwandtschaft in Sins, Oberrüti oder Hedingen besuchen. Sonst würde sie sich nicht getrauen, solch elitären Fürze via Zeitung in die Welt zu posaunen. Sie hat den Initiativtext „Wohnen in Zug für alle“ nicht ganz verstanden. Es geht nicht darum, Flüchtlinge am Bellevueweg zu plazieren. Nur darum, dass zum Beispiel ein Familienzuwachs nicht ein Wegzug bedeutet. Sie hören von Immobilienhändlern, günstiger Wohnraum sei schwierig zu vermieten? Sie schliessen daraus, dass die Not gar nicht so gross sein kann? Frau Hotz, dann sind sie eine schlechte Politikerin mit geringem Vorstellungsvermögen. Oder fänden sie es normal, wenn sich eine 5-köpfige Familie in eine günstige 3-Zimmer-Wohnung zwängen würde? Günstige grössere Wohnungen für Familien mit mehreren Kindern gibt es in Zug fast keine. Und das hat auch gar nichts mit Komfortansprüchen zu tun. Und die Situation wird auch nicht besser, wenn sich FDP-Mitglieder weiterhin gegenseitig die Wohnungen zuschieben oder die Preise ins unverschämte treiben.
Ich bitte Frau Hotz, von Ihrem hohen Ross zu steigen und endlich für das Zuger Volk Politik zu machen. Und liebe Zuger: es kann besser werden. Unterschreiben sie bitte die Initiative und wählen sie Links, vor allem im Herbst ist es wichtig.
 
 
Jolanda Spiess-Hegglin,
Oberwil b. Zug