"Zuger Skandal weitet sich aus" titelt die Zuger Zeitung am Freitag auf der Front. Medial geschossen wird nun vor allem auf die linken Stadträte Müller und Bossard. Bevor Sie, liebe Zugerinnen und Zuger, jetzt auch gegen die Zuger Linke schimpfen, bitte ich darum, einen Moment lang darüber Nachzudenken, wo genau das ursprüngliche Problem liegt.
 
Bürgerliche Politiker und strammbürgerliche Medien (damit meine ich nicht die Weltwoche), machen jetzt nämlich genau das, was sie oft genug tun: vom eigentlichen Problem ablenken. Der Ex-Stadtrat, welcher sich mutmasslich um Millionen bereichert hat, gehört(e) dem Bürgerlichen Lager an. Genau so wie jener Gemeinderat in Baar. Diese mutmasslichen Betrügereien mit den eventuellen, noch lange nicht erwiesenen Verfahrensfehlern des Zuger Stadtrats gleichzustellen (der Fall "Zuger Stadtrat" füllt in der Zuger Zeitung gleich viel wenn nicht mehr Platz aus wie der "Fall Romer"), ist einfach nur absurd und höchst unprofessionell. 
 
 
Jolanda Spiess-Hegglin,
Alternative – die Grünen Stadt Zug