Du bist hier:>, Raumplanung, Mobilität, Votum, Vorstoss, Publikation>Leserbrief: Zum Herzen unserer Stadt Sorge tragen!

Leserbrief: Zum Herzen unserer Stadt Sorge tragen!

Zurzeit wird neben und hinter der ehemaligen Zuger Hauptpost noch fleissig gehämmert und gebaut. Wenn alles planmässig läuft, soll hier in Kürze das neue Parkhaus mit 100 öffentlichen Parkplätzen seine Tore öffnen. Damit sind dann auch die Voraussetzungen geschaffen, wie sie 2008 vom Zuger Stimmvolk an der Urne beschlossen wurden, nämlich den ganzen Postplatz neu zu gestalten und somit die oberirdischen Parkplätze verlegen zu können. Der Postplatz ist der grösste Platz unsere Stadt und die Nahtstelle zwischen der Neu- und Altstadt. Aber leider ist er mit vielen Teil- und Rest-flächen so verunstaltet und unterteilt, dass er nicht wirklich als gross-zügiger Aussenraum wahrgenommen werden kann. Das soll sich nun ändern.

An der letzten Sitzung des Grossen Gemeinderates vor den Sommerferien hat der Stadtrat als Antwort auf einer Interpellation der SVP, seine Haltung noch einmal bekräftigt, den Volkswillen aus dem Jahr 2008 so umzusetzen wie er auch im Bebauungsplan festgesetzt und mit einem ausgelobten Studienprojekt angedacht worden ist. Somit wird auch der Planungsbeständigkeit, der Verlässlichkeit und nicht zuletzt der Kontinuität einer qualitativen Stadtplanung Rechnung getragen. Die Interpellanten der SVP und einzelne Exponenten der FDP möchten aber das Rad noch einmal zurückdrehen und auf dem unteren Postplatz das Parkieren weiterhin zulassen. Damit ignorieren sie erstens den Volkswillen und zweitens verunmöglichen sie eine grosszügige und ganz-heitliche Lösung.

Bei der geplanten Neugestaltung des Postplatzes geht es um weit mehr als um ein paar Parkplätze. Es geht um das Herzen unserer Stadt und einen grossen Aussenraum umringt von prächtigen Bauten sowie Sichtbezügen bis zum See. Ein offener und attraktiv gestalteter Postplatz wird sich auch auf das Stadtbild und somit auf die nähere Umgebung weit positiver auswirken als ein nur partiell lehrgeräumter Platz. Das heute bestehende Flickwerk mit vielen Teilflächen sollten wir nicht mit Rezepten aus den 60-iger Jahren weiterführen.

Ich bin überzeugt, wenn die Postplatzumgestaltung so gelingt wie das erstrangierte Studienprojekt in groben Zügen aufzeigt, wird den Anwohnern den Gastrobetrieben und dem Gewerbe sowie deren Gäste und Kunden, sehr gute Rahmenbedingungen geboten. Packen wir die Gelegenheit und leisten uns einen grosszügigen und prächtigen Aussenraum. Der Postplatz ist definitiv mehr als nur ein Abstellplatz!

Ignaz Voser
Für die Fraktion Alternative /CSP, Ignaz Voser, Gemeinderat Zug