Es war nicht anders zu erwarten, die Atomorganisation Aves und ihr Präsident Rolf Schweiger kritisieren das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes zu Mühleberg harsch (Zentralschweiz am Sonntag vom 11. März). Dabei hat das Bundesverwaltungsgericht nur das entschieden, was jeder vernünftige Mensch auch macht. Ein Atomkraftwerk, das nicht den neusten Sicherheitsanforderungen genügt, muss rasch nachrüsten oder sonst muss es abgestellt werden.
 
Die Sicherheit der Bevölkerung geht vor; das haben die mehreren tausend Atomkritiker am vergangenen Sonntag in Mühleberg eindrücklich gefordert. Das zeigt die Atomkatastrophe von Fukushima auch ein Jahr nach dem verheerenden GAU in Japan. Statt dass sich die Aves die Neuausrichtung der Schweizer Energiepolitik ohne AKW unterstützt, trauert sie der gefährlichen Atomenergie nach. In ihren Zielen ist nach wie vor festgehalten, dass in unserem Land der Energieträger „Kernenergie voll ausgeschöpft werden soll“.
 
Laut Sonntags-Zeitung figuriert neu auch der neugewählte FDP-Nationalrat Bruno Pezzatti auf der Aves-Parlamentarier-Liste. Die Atomlobby formiert sich neu – und sie hat nichts gelernt, bis zum nächsten grossen Unfall.
 
 
Anna Lustenberger, Alternative- die Grünen Kanton Zug