„Gemeinsam gegen Armut“, das der Titel der Petition des Fastenopfers und von rund 70 anderen Organisation, die im Frühsommer 2008 mit über 200’000 Unterschriften eingereicht wurde. Viele Schweizer Bürgerinnen und Bürger möchten, dass der Bund mehr Gelder für die Entwicklungshilfe spricht. Mit der Petition sollte der Bund den Betrag bis zum Jahr 2015auf 0,7 Prozent des Brutto-Nationalprodukts aufstocken. So hatte es die Schweiz im Rahmen der UNO-Millenniumsziele versprochen.
 
Nun, der Nationalrat hat entschieden. Es sind zwar nicht 0,7 Prozent, jedoch 0,5 Prozent – immerhin.  Die zusätzlichen Mittel sollen hauptsächlich in Wasser– und Klimaprojekte investiert werden. Noch immer haben 2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser und sanitären Grundversorgungen. Gerade Kinder sind die Leidtragenden. Aber auch Bauernfamilien erhalten dadurch die Möglichkeit, ihre Felder zu bewässern, um sich selber zu versorgen.
 
Ich begrüsse es sehr, dass der Nationalrat nun grünes Licht für diese bitternötige Aufstockung gegeben hat. Unverständlich ist aber, dass von unseren drei Zuger Nationalräten nur Jo Lang zugestimmt hat. Marcel Scherer stimmte linientreu mit seiner Partei dagegen; Gerhard Pfister sagte ebenfalls Nein, zusammen mit drei anderen CVP-Nationalräten. Dies im Gegensatz zur grossen Mehrheit  seiner Fraktion. Diese Haltung finde ich ist umso fragwürdiger, als unser Kanton sehr stark von der Dritten Welt, insbesondere dem Rohstoffhandel, profitiert. Warum wohl haben christliche und soziale Gedanken beim CVP-Vertreter sowenig Gewicht?
 
 
Anna Lustenberger-Seitz, Kantonsrätin Alternative die Grünen, Baar