Die Reaktion von SVP-Präsident Hürlimann auf die Schaffung neuer Krippenplätze im Kanton Zug erstaunt mich nicht. Und in einem Punkt gebe ich ihm sogar Recht: Die beste Starthilfe in ein eigenständiges Leben ist eine intakte Familie und das Glück, möglichst viel Zeit mit den Eltern verbringen zu dürfen. Markus Hürlimann hat aber die Rechnung nicht fertig gemacht. Was, wenn die Familie nicht intakt oder auf zwei Einkommen angewiesen ist? Oder wenn die Frau ganz einfach in einem Teilpensum arbeiten will, weil schlussendlich die ganze Familie davon profitiert? Eine gutes Angebot an familienergänzender Kinderbetreuung ist für Zug und vor allem für die Zuger Frauen ganz wichtig. Das heutige Angebot ist ein grosser Verdienst von Manuela Weichelt auf kantonaler Ebene, Vroni Straub in der Stadt Zug sowie der Verantwortlichen in den Zuger Gemeinden. 
 
In Sachen Familienpolitik vertraue ich nicht auf die Werte der SVP. Irgendwie scheint mir ihr von grösstenteils kinderlosen Herren ausgearbeitetes Partei-Familienbild nicht sehr glaubwürdig. 
 
 
Jolanda Spiess-Hegglin,
Co-Präsidentin Alternative – die Grünen Kanton Zug, 
Mutter von 3 Kindern