Leserinnenbrief von Jolanda Spiess-Hegglin in der Neuen Zuger Zeitung

Adrian Risi (SVP) vermutet eine linke Unterwanderung der Zuger Zeitung. Seine Beispiele und Argumentationen sind politisch gefärbt und nicht nur für das gegenteilige politische Lager recht abenteuerlich, verständlicherweise.
 
Ich persönlich schätze es, wenn sich Journalisten und deren Vorgesetzte ihre eigenen Gedanken machen und Ethik dabei kein Fremdwort ist. Glücklicherweise beschäftigt die Zuger Zeitung Journalisten, welche sich getrauen, im Wirtschaftskanton Zug auch kritisch über die skrupellosen Machenschaften gewisser Rohstofffirmen zu schreiben. Lange genug wurde nur geschwiegen.Was eine kritische Berichterstattung mit einer politischen Einstellung zu tun hat, ist mir ein Rätsel.
 
Dass die Zuger Zeitung ansonsten im schweizweiten Vergleich aller Tageszeitungen am rechten Rand zu finden ist, kann man der Fachpresse entnehmen.
Herrn Risi kann ich beruhigen. Solange der strammbürgerliche Freddy Trütsch und der unkritische BS14!-Hofberichterstatter Charly Keiser für die Zuger Zeitung schreiben, müssen Sie sich wegen einer möglichen linken Unterwanderung gewiss keine Sorgen machen.
 
 
Jolanda Spiess-Hegglin, Journalistin
Co-Präsidentin Alternative – die Grünen Kt. Zug
 
 
 
Anmerkung: Der letzte Abschnitt wurde von der Redaktion der Neuen Zuger Zeitung in entschärfter Form abgedruckt. Quod erat demonstrandum…