Zur Lancierung Volksinitiative „Ja zur Mundart“

Jo sicher, würde ich in meinem runden Freiämter-Dialekt zum Titel sagen. Aber in diesem Fall wird von einem Kantonsratskandidat glauben gemacht, dass man mit „nur“  Mundart im Kindergarten einen kulturellen Beitrag leisten könne. Mundart, und zwar einer, der bewusst gepflegt wird, ohne mit vielen englische Wörter gespickt, ist eine tägliche Aufgabe unserer Gesellschaft. Bei dieser Initiative geht es aber darum welche Sprache im Kindergartenunterricht hauptsächlich gesprochen werden soll. Also ab wann die Kinder Kompetenz für unsere deutsche Schriftsprache bekommen sollen. Ich meine so früh wie möglich, denn auch sie begleitet uns durch das ganze Leben, wie die eigene Mundart.
 
Es geht also um eine Bildungsfrage und nicht um eine Kulturfrage. Sonst frage ich mich warum denn die SVP bei jeder sich bietenden Möglichkeit einen Streichungsantrag stellt, wenn es um Kultur und Identifikation geht, gleich welcher Art.
 
 
Hanni Schriber-Neiger, 
Aktivmitglied einer Trachtengruppe, Rotkreuz