Leserinnenbrief von Mariann Hess, Kantonsrätin Alternative – die Grünen, Unterägeri

Die Mehrheit der Bevölkerung sowie alle Gemeinden wollen ein kantonales Hundegesetz. Auch Hundeschulen befürworten eine klare, für alle leicht verständliche kantonale Regelung. Die ALG stand geschlossen hinter dem Hundegesetz, doch SVP, FDP und GLP haben an der letzten Kantonsratssitzung dafür gesorgt, dass nun kein Hundegesetz vorliegt. Und ohne gesetzliche Grundlage kann der Kantonstierarzt bei Problemfällen nicht handeln.
 
Das Zauberwort heisst nun Eigenverantwortung. Doch Verantwortung kann nur übernommen werden für etwas, das einem bewusst ist. Von uns Menschen fast unbemerkt führen Wildtiere ein Leben im Verborgenen. Freilaufende Hunde sind für sie eine echte Bedrohung. Ein Gesetz kann zum  Bewusstsein und auch zur Prävention beitragen. Es vereinfacht das Zusammenleben von Mensch und Mensch mit Hund, denn klare Regeln sorgen für mehr Sicherheit. 
 
Nun dürfen eigenverantwortliche HundehalterInnen zuerst vor dem Spaziergang das Reglement der entsprechenden Gemeinde studieren. Das ist eine Zumutung. Sie wären fortan mit GPS und Gemeindereglementen sämtlicher Gemeinden unterwegs.
 
Die Anzahl der Hunde im Kanton Zug nimmt zu und damit auch die Probleme mit uneinsichtigen Hundehalterinnen und Hundehalter. Kleine Kinder, Wildtiere und landwirtschaftliche Nutztiere sind am meisten betroffen. In gewissen Situationen mag ein wenig Rücksicht gegenüber den Schwächeren die persönliche Freiheit tangieren. Was auf der einen Seite eine kleine Einschränkung ist, ist auf der anderen Seite oft eine Frage des Überlebens.
 
Mariann Hess, Kantonsrätin der Alternative – die Grünen Unterägeri