Die Stadtzuger SVP verteilte auf dem Bundesplatz 50-Räppler zusammen mit einer Wahlempfehlung für die beiden Stadtratskandidaten Jürg Messmer und André Wicki, welcher zusätzlich auch Stadtpräsident werden will. Dass Parteien im Vorfeld der Wahlen mehr oder weniger originelle "Bhaltis" in Form von Äpfeln, Schoggi oder Zältli verteilen, gehört dazu. Nun, ein Zältli ist aber etwas anderes als ein Geldstück. Mit einem Batzen signalisiert die SVP, dass sie Ihre Stimme kauft. Dies ist mehr als ein Fettnäpfchen. Einerseits, weil eine Stimme mehr Wert hat als ein Füfzgi, andererseits ist es ein absolutes Tabu, WählerInnen mit Geld direkt zu beeinflussen. Geld spielt im bürgerlichen (BS14!)-Wahlkampf eine übergeordnete Rolle, das ist offensichtlich. Politiker sollen aber Konstruktives für unsere Stadt leisten und nicht mit dem offenen Geldbeutel die WählerInnen ködern. Diese schätze ich nämlich weitaus intelligenter ein, als dies die SVP macht.
 
Jolanda Spiess-Hegglin, Stadtratskandidatin, Oberwil b. Zug