Komiteegründung gegen die Fremdenfeindlichkeit!

Die Zuger Linksparteien Alternative – die Grünen, Junge Alternative, SP, JUSO und der Zuger Gewerkschaftsbund haben ein Komitee gegen die Masseneinwanderungs-Initiative gegründet. Das Ziel der Initiative ist mit unseren Grundsätzen und Vorstellungen des Zusammenlebens nicht vereinbar.

Lebensqualität für alle nur mit flankierenden Massnahmen
Die SVP-Initiative leistet keinen Beitrag zur Lösung der Probleme, die sie anspricht. Entscheidend sind stattdessen griffige flankierende Massnahmen, um die Lebensqualität in der Schweiz zu erhalten. Dazu muss das Raumplanungsgesetz konsequent umgesetzt, günstiger Wohnraum gefördert und gegen die Mietexplosion vorgegangen werden. Auf dem Arbeitsmarkt gilt es konsequent gegen Lohndumping, Schwarzarbeit und die Scheinselbständigen vorzugehen. In Branchen, welche einen Fachkräftemangel aufweisen, braucht es eine Bildungsoffensive.

Nachhaltige Wirtschaftsförderung statt Zuwanderungsbeschränkung
Eine wichtige Ursache der Zuwanderung ist das unkontrollierte Wirtschaftswachstum inder Schweiz, vor allem auch im Kanton Zug. Der aggressive Standortwettbewerb zwischen Kantonen und Gemeinden zielt darauf ab, möglichst viele ausländische Unternehmen anzusiedeln. Diese bringen oft gleich ihr ganzes Personal mit in die Schweiz. Anstatt die Zuwanderung zu beschränken, sollte das Problem an der Wurzel gepackt werden. Dazu braucht es eine Harmonisierung der Steuern und eine Wirtschaftspolitik, welche die nachhaltige Entwicklung ins Zentrum stellt und das lokale Gewerbe fördert.