«Zug hat nichts gelernt aus der Vergangenheit.»

Am Montag haben sich gut 30 Personen vor dem Holdingsitz der durch die Paradise Papers bekannt gewordene Quantum Global zu einer Mahnwache versammelt. Das Motto der von Alternative-die Grünen und Jungen Alternativen organisierten Protestaktion lautete: Gegen die Ausbeutung Afrikas durch Zuger Multis. Christina Gut von den Jungen Alternativen prangerte den Betrug der Quantum Global, die den angolanischen Staatsfond verwaltet, am angolanischen Volk an. Sie verlangte eine Unternehmenssteuerreform ohne neue Steuerschlupflöcher und ein Ende des Zuger Steuerdumpings. Alt Nationalrat Josef Lang stellte am Beispiel der Glencore einen Zusammenhang zwischen der Armut im Kongo und dem Reichtum in Zug vor. Er forderte die Haftungspflicht für Schweizer Konzerne für Menschenverletzungen und Umweltzerstörungen in der Dritten Welt sowie die Unterstellung des ganzen Rohstoffhandels unter das Geldwäschereigesetz. In diesem Zusammenhang kritisierte er die Waadtländer Linke wegen ihrer Unterstützung der Halbierung des kantonalen Gewinnsteuersatzes. Für beide war klar: Die Schweiz – und insbesondere Zug – hat nichts gelernt aus der Vergangenheit.

Oben: Büros von Quantum Global, unten: Mahnwache