ALG fordert klare Zuger Haltung zu Nord Stream

Die gewachsenen Spannungen an der russisch-ukrainischen Grenze und zwischen Moskau und den Nato-Staaten sind alarmierend. Inmitten dieser geopolitischen Strudel stehen die in Zug ansässigen und von Gazprom kontrollierten Nord Stream Konzerne. Die ALG begrüsst die Aussetzung des Genehmigungsverfahrens von Nord Stream 2 und fordert ein klare Haltung der Zuger Regierung in dieser Frage. 

Die Fraktion der Alternativen – die Grünen hat eine Interpellation eingereicht, welche vom Regierungsrat wissen will, wie er sich zu diesem Projekt positioniert. Bisher stellte sich die Volkswirtschaftsdirektion auf den Standpunkt, dass der Fakt, dass die Firma von Russland kontrolliert wird und in einen gefährlichen geopolitischen Konflikt verwickelt ist für den Kanton kein Thema sei. Des Weiteren will die Fraktion der Alternativen – die Grünen wissen, in welchem Umfang direkte Kontakte zwischen den Zuger Behörden und den erwähnten Konzernen stattgefunden haben.

Für die ALG ist klar: Die Schweiz muss sich aktiv für die Erreichung dieser Ziele einsetzen und sich an den Sanktionen im Falle eines russischen Einmarsches beteiligen. Zudem braucht es einen kompletten Baustopp der nicht nur ökologisch fragwürdigen Nord Stream 2. Mit der Beherbergung solcher Unternehmen befindet sich auch der Kanton Zug im Strudel der Weltpolitik. Er ist herausgefordert, darüber Rechenschaft abzulegen und die bisherige Praxis gegenüber solchen Firmen zu überdenken. Regierung und Parlament sind hierzu der richtige Ort.

Die Alternative – Die Grünen unterstützen die morgige Protestaktion der GSoA vor der russischen Botschaft um 17 Uhr in Bern und werden morgen um 8 Uhr in Zug ebenfalls eine Protestaktion vor dem Nord Stream Hauptsitz durchführen.

Link zur INTERPELLATION

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt: Luzian Franzini, Kantonsrat ALG Stadt Zug, 079 781 77 36