Das Wahlziel beim Regierungsrat waren zwei linke Sitze. Dafür bildeten Alternative – die Grünen und die SP eine gemeinsame Liste. Nur so bestand die Chance, die zwei linken Sitze zu halten. Wir nahmen in Kauf, dass Regierungsrat Patrick Cotti nur einmal auf der Liste aufgeführt war. Das Ziel haben wir nicht erreicht. Ein geringer Rückgang des Stimmenanteils um 1,5 % auf 21,7 % führte bei einer tieferen Stimmbeteiligung dazu, dass die SVP der Linken einen Sitz abnahm – dies auf Kosten von Patrick Cotti.
Die Veränderungen im Regierungsrat erschweren es, den Kanton auch für Normal- und Wenigverdienende attraktiv zu halten. Die Tiefsteuerpolitik, welche Wohn- und Lebenskosten hochtreibt, führt zu einer spürbaren Veränderung der sozialen Zusammensetzung im Kanton. Das war für uns auch bei den Wahlen spürbar. Wir danken Patrick Cotti für seine sehr gute und erfolgreiche Arbeit im Regierungsrat.
 
Glanzresultat für Weichelt
Die profilierte Regierungsrätin Manuela Weichelt wird sich als einzige Linke und einzige Frau in der Zuger Regierung weiterhin für ein soziales und grünes Zug einsetzen. Ihr sehr gutes Resultat zeigt, dass sie grossen Rückhalt in der Bevölkerung hat.
Im Kantonsrat kehrte das Proporzglück von 2006 sich ins Gegenteil. Alle vier Sitzverluste resultierten aus geringen Einbussen im Wähleranteil. Doch die alternativ-grüne Fraktion wird ihre kompetente und pointierte Arbeit mit unvermindertem Einsatz weiter führen.
 
Mehr Grüne regieren in den Gemeinden

Den Verlusten im Kantonsrat stehen Erfolge in den gemeindlichen Exekutiven gegenüber. Mit Berty Zeiter ist erstmals eine Alternativ-Grüne im Baarer Gemeinderat. In der Stadt Zug ist der Gewinn der linken Mehrheit ein historischer Erfolg. Zudem wurden die Gemeinderatssitze in Cham, Oberägeri und Risch bestätigt.
 
Für die Alternativen – Die Grünen
Andreas Hürlimann, Co-Präsident