Gleichstellung für Frau und Mann, die Chancengleichheit, wird seit Jahren von den Alternativen – die Grünen thematisiert.  Die Minimalvariante im Kanton mit einer Gleichstellungskommission war uns eigentlich nicht genug. Und trotzdem haben diese gute Arbeit geleistet, so viel, wie mit diesen bescheidenen Mitteln möglich war. Sie haben die Regierung beraten und für die Verwaltung und die Bevölkerung immer mit guten Projekten und Veranstaltungen eine Sensibilisierung erreicht.
 
Nun ist sogar eine kleinst-möglicher Aufwand für das Kantonsparlament zu viel. Mit einer hauchdünnen Mehrheit wurde entschieden, dass nichts mehr getan werden muss. Sicher hat sich einiges verändert, verbessert. Aber noch immer ist vieles Wunschdenken und das Geschlecht bestimmt, was möglich ist und was nicht. Die Verteilung Mann/ Frau in den neuen Parlamenten (es sind einige Frauen weniger, die SVP hat gar keine gewählten Frauen mehr in der Zuger Politik, Männer bleiben unter sich!)) wäre ja schon Zeichen genug, dass noch einiges zu tun ist. Dass mehr Frauen und Männer wegen Benachteiligung am Arbeitsplatz klagen sollen ist illusorisch. Keine Frau und kein Mann wird gegen den Arbeitgeber klagen, sonst sind sie ihren Job garantiert bald los. Und was heisst das nachher auf dem Arbeitsmarkt?
 
Die Alternativen sind enttäuscht, insbesondere auch von der FDP, die in der Wirtschaft auf Frauen angewiesen sind. Ganz besonders schmerzt das „Nein“ von 10 bürgerlichen Frauen. Bürgerliche Frauen, FDP Frauen haben vor Jahren diesen Weg mit einer Kommission vorgeschlagen, nachdem die griffigere Fachstelle gestrichen wurde. Einige wären wohl ohne die Arbeit dieser Kommission nicht in der Politik.