In keinem Schweizer Kanton wurden für die Volksinitiative Schutz vor Waffengewalt proportional so viele Unterschriften gesammelt wie im Kanton Zug. Keine Kantonsregierung hat sich in den letzten neun Jahren derart stark für eine Verschärfung der Waffengesetzgebung eingesetzt wie die zugerische.
In einem einzigen Deutschschweizer Kanton, nämlich in Baselstadt, ist der Anteil von Soldaten, die am Ende der Dienstzeit ihre Waffe im Zeughaus lassen, so hoch wie im Kanton Zug: 90 Prozent! In anderen Worten: In kaum einem Kanton ist die Einsicht, dass Schusswaffen etwas Gefährliches sind, so hoch entwickelt wie im Kanton Zug. Es ist deshalb nicht erstaunlich, wird das Volksbegehren, das alle Anliegen der Zuger Regierung aufnimmt, zusätzlich zu den drei Linksparteien noch von der GLP, der Frauenzentrale Zug, den CVP-Frauen, von kirchlichen Kreisen und von Fachleuten aus dem Gesundheits- und Sozialbereich unterstützt.
Gemäss Schätzungen der Schweizerischen Ärztevereinigung FMH lassen sich dank der Volksinitiative Schutz vor Waffengewalt jährlich gegen 100 Menschenleben retten. Wem Menschenleben das höchste Gut sind, kann am 13. Februar gar nicht anders als Ja stimmen. Erst recht weil die Initiative keinem lizenzierten Sportschützen, keinem patentierten Jäger und keinem seriösen Sammler das Hobby verbietet.
 
Für die Alternative-die Grünen
Barbara Beck Iselin (Copräsidentin)