Die Alternative – die Grünen begrüsst eine breite Diskussion um mehr politische Mitwirkung in der Gemeinde Baar, wie sie nun wegen der Motion von SVP und FDP in Gang kommt. Ich stelle aber fest, bis jetzt haben die beiden Parteien das Problem stiefmütterlich behandelt. Alle Vorschläge von ALG und SP wurden von den bürgerlichen Parteien und dem Gemeinderat bis jetzt abgelehnt. Woher nun der Sinneswandel, hat er allenfalls einen Zusammenhang mit den Wahlen im kommenden Herbst, allenfalls mit dem Verlust von Gemeinderatssitzen?

Es geht aber um Grundsätzliches: Alle Baarer Parteien müssen in die Kommissionsarbeit einbezogen werden. Wir schlagen daher folgendes Modell vor: Je zwei Sitze für die drei grössten Parteien, je einen Sitz für die kleinen Parteien – dies auf der Basis des Wähleranteils bei den Kantonsratswahlen. Die Alternative – die Grünen Baar begrüsst auch vermehrte Urnenabstimmungen, um Entscheide zu wichtigen Fragen in der Bevölkerung breiter abzustützen. An der Gemeindeversammlung werden die Vorlagen vorgestellt und diskutiert; an der Urne wird darüber abgestimmt.

Die Alternative – die Grünen setzt sich unabhängig der längst fälligen Anpassung im Kommissionswesen für ein Gemeinde-Parlament ein. Bei einer durchschnittlichen Beteiligung von rund 2 Prozent an Gemeindeversammlungen ist dies mehr als begründet.

Anna Lustenberger-Seitz, Präsidentin Alternative – die Grünen Baar