Mitwirkung Anpassung kantonaler Richtplan 18/1
Golfpark, Verkehr, Hochspannungsleitung

 

L 11.4 Streichung Golfpark Zugersee (Baar)

Einverstanden mit dem Vorschlag: Ja

Antrag: –

Begründung: Fast die Hälfte des Golfplatzes liegt auf Zürcher Kantonsgebiet. Das Zürcher Stimmvolk hat den Golfplatz 2012 abgelehnt. Ein Golfplatz allein auf Zuger Boden ist zu klein für eine 18-Loch-Anlage. Daher soll der Golfplatz aus dem Richtplan gestrichen werden. Dadurch bleibt auch die produzierende Landwirtschaftsfläche erhalten.

 

V 2.3 / V 3.3 Neubau Autobahn-Halbanschluss Steinhausen Süd mit Verbindung nach Baar oder Zug

Einverstanden mit dem Vorschlag: Ja

Antrag: –

Begründung: Eine Studie zeigte, dass der Zubringer nicht notwendig ist und ein schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis bringt. Die Lorzenebene als wichtiges Naherholungsgebiet soll freigehalten und die Landwirtschaftsflächen erhalten bleiben. Zudem hat das Astra nie eine Zustimmung zu einem Halbanschluss in Steinhausen in Aussicht gestellt. Die Abwendung von der Verlängerung der General-Guisan-Strasse und einem Zubringer Nordstrasse begrüsst die ALG zudem sehr.

 

V 3.2. / V 3.3 Erschliessung Industriegebiete Rotkreuz und Bösch (Hünenberg)

Einverstanden mit dem Vorschlag: Nein

Antrag: r Autobahn-Halbanschluss Rotkreuz Süd ist nicht in den Richtplan aufzunehmen.

Begründung: Der Autobahn-Halbanschluss Rotkreuz Süd an der Buonaserstrasse ist bloss eine Verlagerung des Pendler-Verkehrs. Alle Dörfer der Gemeinde Risch werden durch zusätzlichen Durchgangsverkehr noch mehr belastet und die Lebensqualität und die Sicherheit beeinträchtigt. Die Buonaserstrasse ist ein wichtiger Schulweg für die Oberstufen-SchülerInnen aus Buonas und Risch. Ebenso sind Kindergarten, Schulen, Altersheim, Sportplätze, Dorfplatz und viele weitere wichtige Institutionen an dieser Dorf-Strasse. Der massive Mehrverkehr durch einen Autobahn-Halbanschluss Rotkreuz Süd erhöht auch die Lärm- und Luftbelastung für die vielen AnwohnerInnen, SchülerInnen und Sporttreibenden.

 

V 6.3 Teilkarte Hauptnetz des leistungsfähigen öffentlichen Feinverteilers

Einverstanden mit dem Vorschlag: Ja

Antrag: –

Begrünung: Das Verdichtungsgebiet zwischen Zug und Baar zwischen der Nord- und der Bahnstrasse ist primär via Stadtbahnhaltestellen erschlossen. Eine Ergänzung des öffentlichen Feinverteilers in diesem Gebiet begrüsst die ALG. Es soll eine zusätzliche Anpassung der Route der Linie 36 (Steinhausen-Baar) geprüft werden um die heute vorhandene Umwegfahrt via Metro > Oberneuhof > Altgasse zu eliminieren und die Anbindung an den Bahnhof Baar zu beschleunigen.

 

V 9 Radverkehr, Kantonale Radstrecke Nr. 49 Baar – Kantonsgrenze Kappel a.A.

Einverstanden mit dem Vorschlag: Nein

Antrag: Es ist an der bisherigen Route festzuhalten.
Eventualantrag: Es ist eine Veloroute über die Früebergstrasse statt über die Deinikonerstrasse zu prüfen.

Begründung: Um wirklich etwas für die Sicherheit der Radfahrer zu unternehmen, müssen möglichst direkte Routen und Strecken entlang von üblichen Routen verbessert werden. Grosse Umwegfahrten werden sich nie im Alltag durchsetzen. Sollte die Route entlang der Strasse gestrichen werden, bleiben viele Radfahrer auf der heute ungenügenden Strecke weiterhin einem grösseren Unfall-Risiko ausgesetzt.

Begründung Eventualantrag: Die vorgeschlagene Bestvariante über Deinikon ist ein zu grosser Umweg für Velofahrende. Wir schlagen eine kürzere Variante vor, über die Früebergstrasse zum Deibüel und dann weiter über Tann zur Kantonsstrasse. Je direkter die Strecke für die Velofahrenden, desto attraktiver ist sie.

 

V 9 Radverkehr, Kantonale Radstrecken Nr. 26.7 und 32.1 Steinhausen – Blickensdorf

Einverstanden mit dem Vorschlag: Nein

Antrag: Es ist eine möglichst direkte Linienführung zu realisieren. Allenfalls auch nur auf einer Teilstrecke an der Linienführung Blickensdorferstrasse festhalten. Vor einem neuen Eintrag in den Richtplan soll im Minimum eine Klärung betreffend Konflikt mit Wanderwegen (unbefestigt) und für Veloruten (befestigt) erfolgen.

Begründung: Die vorgeschlagene Variante über die Höfenstrasse ist 0.8 km länger und führt ein längeres Stück in unmittelbarer Nähe entlang der Autobahn auf einem zurzeit unbefestigten Weg (Konflikt mit Wanderweg). Für einen attraktiven Veloweg soll die Strecke möglichst direkt verlaufen. Es sind im Minimum Alternativen auf einer Teilstrecke zu prüfen (Blickensdorferstrasse > untere Zimbelstrasse > vorbei an UW Altgasse > Hans-Waldmann-Strasse.

 

V 9 Teilkarte Radstreckennetz

Einverstanden mit dem Vorschlag: Nein

Antrag: Aufgrund der Richtplananpassungen soll das Radstreckennetz V9 gemäss «V 9 Radverkehr, Kantonale Radstrecke Nr. 49 Baar – Kantonsgrenze Kappel a.A.» mit unseren Anträgen optimiert werden.

Begründung: –

 

V 12 Prioritäten bei den Verkehrsvorhaben

Einverstanden mit dem Vorschlag: Nein

Antrag: Neu ist unter Priorität 1 Folgendes aufzunehmen: Sensibilisierung der Bevölkerung und PendlerInnen für eine nachhaltige Mobilität.

Begründung: Der Modalsplit soll sich ändern und der öV, wie der Velo- und Fussverkehr zu Lasten des motorisierten Individualverkehrs (MIV) erhöht werden. U.a. sollen Kampagnen für Fahrgemeinschaften intensiv beackert werden und auch die Vorteile von Velofahren und Laufen im Vergleich zum MIV verdeutlicht werden. Die Kampagne wird auch in Zusammenarbeit mit Firmen durchgeführt.

 

V 12 Prioritäten bei den Verkehrsvorhaben

Einverstanden mit dem Vorschlag: Nein

Antrag: Neu ist unter Priorität 1 Folgendes aufzunehmen: Analysen zur Verwendung der Digitalisierung und neue Technologien zur Verbesserung der Mobilität.

Begründung: Neue Technologien und die Digitalisierung sind zwingend in die Planung für eine nachhaltige Mobilität und zur Verbesserung des Verkehrsflusses für alle Verkehrsteilnehmende mit ein zu beziehen. Zum Beispiel Analysen zum Schaffen von neuen, innovativen Konzepten und vereinfachtem Teilen von Ressourcen.

 

V 12 Prioritäten bei den Verkehrsvorhaben

Einverstanden mit dem Vorschlag: Nein

Antrag:

  • V 3.2-3 Neubau Umfahrung Cham – Hünenberg ist ganz aus der Liste zu streichen.
  • V 2.2-2 Neubau Autobahn-Halbanschluss Rotkreuz Süd ist ganz aus der Liste zu streichen.
  • V 3.2-7 Neubau Ostumfahrung Rotkreuz (N 4 – O 5) ist ganz aus der Liste zu streichen
  • V 3.3-3 Neubau Umfahrung Unterägeri (O 15 – O 16) ist ganz aus der Liste zu streichen

Begründung: Bevor noch mehr Strassen gebaut werden, müssen der Fuss- und Veloverkehr, sowie der öV verbessert und ausgebaut werden. Ansonsten wird der motorisierte Individualverkehr (MIV) zu stark gefördert und noch mehr Pendler steigen auf das Auto um. Dabei ist das Zeil, dass sich der Modalsplit weg vom MIV und hin zu mehr öV und Velo- und Fussverkehr verschiebt.

 

V 12 Prioritäten bei den Verkehrsvorhaben

Einverstanden mit dem Vorschlag: Nein

Antrag:

  • Ausbau SBB-Trasse zwischen Baar und Zug auf vier Spuren, Teil 1 (H 11 – K 10) ist in der Priorität 1 zu belassen.
  • Ausbau SBB-Trasse zwischen Baar und Zug auf vier Spuren, Teil 2 (H 11 – K 10) ist in der Priorität 2 zu belassen.
  • Ausbau SBB-Trasse zwischen Zug und Chollermüli auf drei Spuren (K 8 – K 10) ist in der Priorität 2 zu belassen.
  • Begründung: Der öV ist stärker zu fördern als der Ausbau der Strassen für den MIV. Die Prioritäten für den Gleisausbau sollen daher bestehen bleiben und nicht nach hinten verschoben werden.


V 12 Prioritäten bei den Verkehrsvorhaben

Einverstanden mit dem Vorschlag: Ja mit Vorbehalt

Antrag: betrifft ÖV-Feinverteilertrasse Steinhausen Bahnhof – EKZ Zugerland (H 7)

Begründung: Die Fahrplanstabilität des Feinverteilers ist wichtig. Dieser ist bereits heute in diesem Bereich nicht mehr immer gegeben. Am Eigentrasse soll unbedingt festgehalten werden. Sollten Massnahmen für eine Busbevorzugung im Bereich Knonauerstrasse, Knoten Grindel und Hinterberg nicht mehr ausreichen, ist eine raschere Umsetzung zwingend.

 

V 12 Prioritäten bei den Verkehrsvorhaben

Einverstanden mit dem Vorschlag: Ja mit Vorbehalt

Antrag: betrifft Güterumladestation Bahnhof Zug und Güterumladestation Bahnhofareal Rotkreuz

Begründung: Der Gütertransport und die Güterumschlagorte müssen zwingend in ausführlicher Weise im neuen Gesamtverkehrskonzept enthalten sein.

 

 E 15 Raumfreihaltung Trasse Erdverlegung Hochspannungsleitung

Einverstanden mit dem Vorschlag: Ja

Antrag: –

Begründung: Die nach einer Studie besten geeignete Variante soll im Richtplan aufgenommen und damit der benötigte Raum freigehalten werden. Die ALG begrüsst die Erdverlegung der Hochspannungsleitung. Dies wertet das Landschaftsbild erheblich auf. Zudem können Kollisionen mit Freileitungen, sowie Stromschläge von seltenen, grossen Vögeln wie Weissstorch, Rotmilan oder Uhu vermieden werden.

 

 

Hanni Schriber-Neiger und Stéphanie Vuichard