Der Regierungsrat wird beauftragt, sich für ein Massnahmenbündel zugunsten eines raschen Ausbaus der Kapazitäten auf der SBB-Strecke Luzern-Zug-Zürich einzusetzen. Dazu unternimmt er insbesondere zwei Schritte:

  • Initiierung (zusammen mit der SBB) der schnellen Realisierung der Doppelspur Freudenberg-Rotkreuz
  • Initiierung der Perronverlängerungen in Rotkreuz und Baar im Verbund mit Verhandlungen mit der SBB für den Einsatz von langen Doppelstockkompositionen.

Begründung
 
Seit Jahren wird das Problem der in Stosszeiten zu knappen Sitzplatzkapazitäten auf der SBB-Strecke Luzern-Zug-Zürich thematisiert. Die durchgehende Doppelspur zwischen Zürich und Ebikon wird auch im allerbesten Fall nicht vor 2020 realisiert, es besteht das Risiko, dass es noch bis 2030 dauert. Die Realisierung des Tiefbahnhofes Luzern, welcher das Nadelöhr Rotsee/Gütsch beseitigen würde, ist ungewiss. Wir können nicht auf den Tag X warten, sondern müssen mit effizienten Teilausbauten das Angebot laufend ausbauen und Schwachstellen beseitigen.
Es bestehen nämlich durchaus realistische Möglichkeiten, die Problematik pragmatisch und rasch zu entschärfen. Dazu sind die zwei obenerwähnten Massnahmen angezeigt.
 
Dank der Möglichkeit, die Doppelspur zwischen Freudenberg und Rotkreuz vorzufinanzieren (Beschluss des Kantonsrates Ende Oktober 2009), kann deren Realisierung sofort an die Hand genommen werden. Dieser Streckenabschnitt ist Bestandteil des ZEB-Gesetzes.
 
Von der Schliessung dieser Lücke würde auch die Stadtbahnlinie S1 profitieren, indem die Fahrplanstabilität deutlich verbessert werden könnte.
Eine kostengünstige und ebenfalls rasch realisierbare Möglichkeit zur Erhöhung der Sitzplatzkapazität ist die Verlängerung der Zugskompositionen. Mit der Verlängerung der Perrons in Baar und Rotkreuz auf 420 Meter können die Doppelstockkompositionen bis auf 15 Wagen erweitert werden. Die nötigen Fahrzeuge dafür werden frei, sobald mit der Auslieferung der neuen Doppelstockzüge für die SBB begonnen wird – also ab 2013. Der Ausbau der Perrons ist mit der Bereitschaft der SBB zum Einsatz von längereren Zugskompositionen abzustimmen.