Die Grünen Risch-Rotkreuz haben im letzten Februar zuhanden der Rischer Gemeindeversammlung eine Motion «Der Gemeinderat überprüft alle Vorlagen auf ihre Umwelteinflüsse» eingereicht. Die Motion will, dass der Gemeinderat zukünftig alle gemeindlichen Vorhaben nebst ihren finanziellen jeweils auch auf ihre ökologischen Auswirkungen überprüfen und diese der Gemeindeversammlung mit den Anträgen darlegen.

Zusätzlich soll der Gemeinderat der Gemeindeversammlung eine Strategie mit entsprechenden Massnahmen vorlegen, die aufzeigt, wie die Bereiche Klima und Biodiversität auf Gemeindeebene gefördert werden können.

Kantonsrätin und Parteipräsidentin Hanni Schriber-Neiger meint dazu: «Es ist Zeit zu handeln: Der Mensch hat bereits einen Klimawandel mit irreversiblen Folgen verursacht, welche weltweit zu spüren sind. Um eine unkontrollierbare globale Erwärmung mit nicht absehbaren Folgen zu verhindern, ist es unerlässlich, die Treibhausgasemissionen schnellstmöglich massiv zu reduzieren.»

Vizepräsident Konradin Franzini ergänzt: «Der Klimawandel ist nicht bloss ein Klimaproblem, sondern ein Wirtschafts-, Sicherheits-, Tierschutz- und Friedensproblem. Es braucht deshalb auf kommunaler, kantonaler, nationaler und internationaler Ebene rasch griffige Massnahmen, um dieser drohenden Katastrophe entgegenzuwirken. Die aktuellen Pläne und Massnahmen reichen nicht aus, um die Erwärmung bis 2050 auf die angestrebten 1,5°C zu begrenzen.»

Es ist normal, dass der Gemeinderat zu jedem Geschäft die finanziellen Auswirkungen auflistet. Es ist nun an der Zeit, auch die ökologischen Folgen von jedem Geschäft darzustellen. Nur so können politische Entscheide mit einer guten ökonomischen und ökologischen Wissensbasis gefällt werden.