Rupan Sivaganesan, Rosmarie Fähndrich-Burger, Trix Gaier, Markus Jans, Eusebius Spescha, Vreni Wicky
Sprachliche Integration von Ausländerinnen und Ausländern
Motion im Zuger Kantonsrat, eingereicht am: 3. Mai 2007
Die Integration der Ausländerinnen und Ausländer im Kanton Zug soll verbessert werden. Zu diesem Zweck wird der Regierungsrat beauftragt,
a) dem Kantonsrat einen Bericht zu unterbreiten über das bestehende Angebot an Sprach- und Integrationskursen sowie über die anvisierten Zielgruppen;
b) dem Kantonsrat eine Gesetzesvorlage zu unterbreiten, welche verbindliche Sprachkenntnisse für ausländische Personen vorsieht, die im Kanton Zug die Niederlassung beantragen. Dabei sind die Möglichkeiten, die das neue Gesetz über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, in Kraft ab 1.1.2008) bietet, namentlich Artikel 34,  wie auch die dazu neu erarbeiteten Verordnungen (Artikel 3 des Verordnungsentwurfs) zu berücksichtigen.
Begründung:
Sprache ist ein Faktor unter mehreren, die im Integrationsprozess von Ausländerinnen und Ausländern eine Rolle spielen. Gerade für wenig privilegierte Personengruppen ist sie jedoch einerseits ein bedeutendes Mittel für Teilhabe an der Zuger Gesellschaft, andererseits auch einer der wichtigsten Wege, um Selbstverantwortung für die eigene Integration zu übernehmen. Denn eine gemeinsame Sprache ist die Grundlage für die Verständigung in Schule und Ausbildung, am Arbeitsplatz, im Quartier und im Kontakt mit den Behörden. Im Gegensatz dazu begünstigt eine fehlende Kommunikation Vorurteile und Feindbilder auf allen Seiten. Auf der Grundlage einer gemeinsamen Sprache wird das interkulturelle Zusammenleben gefördert im Sinne einer gelebten Vielfalt durch ein Miteinander statt eines Nebeneinanders. Die persönlichen Perspektiven der Ausländerinnen und Ausländer in Bildung und Beruf lassen sich durch gezielten Spracherwerb verbessern…..